Die Sanierung der "oberen Wirtschaft" kann auf den Weg gebracht werden. Ebenso wird die Digitalfunk-Abdeckung von Neubrunn mit dem Bau eines Sendemastes zu einer deutlichen Verbesserung des Handy-Empfangs im Ort führen. Diese beiden Punkte standen im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates Kirchlauter, und beide Vorhaben wurden einmütig beschlossen.
Der schlechte Empfang des Digitalfunks in Neubrunn war den Bürgern und Organisationen wie der Feuerwehr schon lange ein Dorn im Auge. Auch der Einsatz von Rettungsfahrzeugen war teilweise davon betroffen. Deswegen hatte man in vorausgegangenen Sitzungen nach Lösungen für dieses Problem gesucht.
Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) führte aus, dass nach Überprüfung der Digitalfunk-Abdeckung im Bereich des Ortsteils Neubrunn festgestanden habe, dass eine Nachrüstung notwendig ist. Daraufhin seien für einen Sendemast verschiedene Standorte vorgeschlagen worden, die nicht zu nahe an der nächsten Wohnbebauung sein sollten. Einen solchen Punkt habe man schließlich am Kirchlauterer Berg auf dem Grundstück Flurnummer 2193 gefunden. Von hier aus könne man alle "Funklöcher" in Neubrunn abdecken. Gleichzeitig habe man Kontakt mit verschiedenen Mobilfunkanbietern aufgenommen wegen der Möglichkeit der Mitnutzung. Der Bürgermeister nannte es erfreulich, dass ein Anbieter, der eventuell ab 2019 auf den dann vorhandenen Mast aufsetzen wolle, Interesse bekundet habe. Dadurch werde eine bessere Netzabdeckung für die Handy-Nutzung erreicht.
Der Gemeinderat stimmte dem Antrag des Freistaates, vertreten durch das Staatliche Bauamt Schweinfurt, auf Neubau eines Funkmastes sowie eines Technikcontainers und der Nutzung des betroffenen gemeindlichen Grundstückes zu. Der Mast soll eine Höhe von 34 Metern haben. Öffentliche Belange stünden dem Vorhaben des Bauherrn nicht entgegen.


Förderprogramm im Visier

Zur Sanierung der "oberen Wirtschaft", die im Eigentum der Dorfgemeinschaft Neubrunn sei, berichtete der Bürgermeister von einem Förderprogramm des Amtes für ländliche Entwicklung. Hier würden Kosten von Hochbaumaßnahmen wie Bürgerhäuser, die unter Denkmalschutz stehen oder ortsprägend sind, bis zu 200 000 Euro gefördert. Dies beziehe sich auf die Außensanierung, das Dach, die Fenster und den Eingangsbereich. Ein Architekt solle in nächster Zeit ein Angebot erstellen, damit die Maßnahme umgesetzt werden kann.
Zum Breitbandausbau in der Gemeinde teilte Kandler mit, dass die Plausibilisierung abgeschlossen sei, durch die verschiedene Weiler und Reststücke angeschlossen werden könnten. Die weiteren Fragen würden zeitnah abgeklärt und der Gemeinderat könne dann den Auftrag beschließen.
Die Erschließung des weiteren Bauabschnitts "Siedlung Leite" in Kirchlauter sei abgeschlossen. Ebenso sei das neue Feuerwehrauto für die FFW Kirchlauter eingetroffen, so dass der alte Tanker am 19. Februar abgemeldet werde. Dem Kauf eines weiteren Geschwindigkeitsmessgerätes für die Gemeinde, das in der Bürgerversammlung gefordert worden war, wurde zugestimmt.
Die Gemeinde habe auch vier "Hundeklos" angeschafft. In Kirchlauter würden diese am "Anglersee" und an der Lauter im Bereich der Raiffeisenbank installiert, in Neubrunn am Friedhof und in der Neubrunner Dorfstraße im Bereich der Lindenallee am Ortsausgang.