Die Marktgemeinde steht Gewehr bei Fuß: Im nächsten Jahr soll es mit dem Neubau der Kinderkrippe samt Erweiterung und Sanierung des Kindergartens losgehen. "Sobald es frostfrei ist, vielleicht im März", sagte Bürgermeister Stefan Himpel auf Nachfrage.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung konnte Himpel eine freudige Nachricht bekanntgeben. Die Regierung von Mittelfranken hat aufgrund des Dachgeschossaufbaus die Fördersumme um 20 668 Euro erhöht. Die Gesamtkosten für Erweiterung und Umbau der Kita sind mit 2,9 Millionen veranschlagt. Zuweisungen werden in Höhe von 1,3 Millionen Euro erwartet. Für die Gemeinde stehen somit gut 1,5 Millionen als Eigenanteil an.

Die Ausschreibungen für den Rohbau seien abgeschlossen, teilte Architekt Erich Popp mit. In der Sitzung wurden die noch ausstehenden Gewerke vergeben. Die notwendigen Gerüste soll demnach die Firma Walter Ermler aus Coburg für 5842 Euro aufstellen. Die Flaschner- und Dachdeckerarbeiten wurden zum Preis von 78 877 Euro an das Unternehmen Kühne aus Chemnitz vergeben. Die Angebotssumme liegt rund 5000 Euro über der Kostenschätzung. Dies begründete der Architekt mit einer stärkeren Dämmung.

Für 83 411 Euro bot das günstigste Unternehmen, die Firma Team-Holz aus Michelau, die Fenster und die so genannte Pfostenriegelfassade an. Der Fachausdruck bezeichnet die großen bis zum Fußboden reichenden Fenster. Durch die Glasfront soll möglich werden, dass die ganz kleinen Kinder, die sich meist krabbelnd am Boden bewegen, nach draußen blicken können, erläuterte Popp.

Die Fenster wurden in lasierten Holzbauteilen ausgeschrieben, was nach Popps Worten der Wohnlichkeit zugutekommen soll. Hingegen bestünden die Fenster-Außenschalen aus Aluminium. Damit nichts passieren könne, werde überall Sicherheitsglas verwendet.

Gegenüber dem Kostenansatz brachte die Ausschreibung Mehrkosten von 11 000 Euro. Diese sind nach den Worten des Architekten der guten konjunkturellen Lage geschuldet.