Um Perspektiven für Naturschutzprojekte im Markt Wirsberg ging es bei einer Informationsveranstaltung mit Kristina Schröter und Alexander Kusche vom Landratsamt Kulmbach in der Gastwirtschaft "Göringsbruck". Bürgermeister Hermann Anselstetter erinnerte an die Ersatzzahlungen in Höhe von 135 500 Euro, die für die Windenergie-Bürgeranlagen in Sessenreuth als Ausgleich für die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes gezahlt werden mussten. Diese Mittel flossen in den Bayerischen Naturschutzfonds und sind zweckgebunden für Maßnahmen des Naturschutzes im Raum Wirsberg zu verwenden.

Fledermaus-Konzept

Anselstetter stellte bereits zwei Projektvorschläge vor, die Aussicht auf eine erfolgreiche Umsetzung haben. So mache es Sinn, das vor 40 Jahren im Schorgasttal geschaffene Feuchtbiotop zu erweitern und mit einer Flachwasserzone zu bereichern. Weiterhin gebe es Überlegungen, ein Fledermaus-Schutzkonzept für den gesamten Gemeindebereich zu erstellen.

Biotope schaffen

Kristina Schröter betonte, dass es eine große Chance sei, "mit diesen Geldern der Natur etwas zurückzugeben." Die Projektmanagerin betonte, dass es keinerlei Schritte gegen die heimische Landwirtschaft geben werde. Im Bereich Sesser- und Laubenbach seien der Erhalt und die Entwicklung von extensiven Wiesen, die Verbesserung der Feuersalamanderbiotope und die Anlage von Feuchtbiotopen für Amphibien und Vögel sinnvoll. Im Schorgast- und Weißenbachtal seien die Ausweitung der Feuchtwiesen und eine weitere Öffnung des Talraumes erstrebenswert, um Nahrungshabitate für den Schwarzstorch zu schaffen. Besonders das Tal zwischen der Einöde und der Koser bei der Alten Schmölz sei als größter zusammenhängender Feuchtwiesenbereich der Gemeinde von großer Bedeutung. Rei.