Mit vollem Warp-Antrieb durch den Abend - so etwas kann man nur bei den Faschingsabenden des Freien Fernsehens Wonfurt (FFW) erleben. In diesem Jahr luden die Akteure ihre Zuschauer im Pfarrsaal zu einem traumhaften Flug mit dem "Raumschiff FFW" ein, das seit 20 Jahren mit seiner 70 Mann starken Besatzung durch den Weltraum saust und immer auf der Suche nach neuen Unterhaltungsmöglichkeiten ist. Nach der fantastischen Reise stiegen die Gäste gut gelaunt aus dem Raumschiff und verabschiedeten sich mit viel Beifall.
Witz, Humor, Kreativität, Skurrilität und Fantasie werden in Wonfurt großgeschrieben, so dass das Publikum auch dieses Jahr wieder ein hochwertiges Programm zu sehen bekam. Gleich zu Beginn verzauberten die Jüngsten vor der tollen Kulisse der Kommandobrücke des Raumschiffs mit ihrem selbst verfassten, in der heutigen Zeit spielenden Märchen "Schneewittchen 2.0".


Was ist das?

Dass Jugendliche, die mit modernen Medien aufwachsen, in Zukunft Schwierigkeiten haben werden, ein normales Buch zu lesen, zeigten Viola Endres und Michaela Selig mit ihrem Sketch "Technologie der Zukunft". "Was ist das und was macht man damit?", "Wo kann ich da klicken oder scrollen?" oder "Wo kann man das speichern?" waren einige der Fragen, über die das Publikum lauthals lachte.
Als Neuzugang in der Bütt hatte Ann-Katrin Belz als "Das siebte Kind" ihren großen Auftritt, während der "Dumme August" und das "Schlangenmädchen" vom Familienzirkus Lauenburger mittlerweile fester Bestandteil der Faschingsabende sind. Manoel und Charlize Lauenburger gaben mit ihren Darbietungen einen köstlichen Vorgeschmack auf die Zirkusvorstellungen im März und wurden dafür begeistert gefeiert.
Zu den vielen weiteren Höhepunkten zählte der Tanz, mit dem die "Magischen Mandala Mädels" von der Katholischen Jungen Gemeinde die Zuschauer erfreuten. Natürlich durfte auch die Jazz-Tanzgruppe "Unipart" nicht fehlen, die die Besucher mit zwei besonders schmissigen Tanzvorführungen fesselte und erst nach Zugaben von der Bühne entlassen wurde. Doch auch die FFW-Tanzgruppe wurde für ihren ganz besonderen Vorhang-Tanz umjubelt.


In Hochform

Lustige Sketche spielten Elena Fromm und Stefanie Mauder, Fabian Piermaier, Jakob Selig und Viola Endres sowie Simone Wagenhäuser, Emilia und Horst Schneider, während sich Thomas Schuck als "Hausmeister" wieder einmal in humoristischer Hochform zeigte. Viel zu lachen gab es bei dem außerterrestrischen Sprachkurs in "Eulisch". Von Fabian Piermaier und Jakob Selig lernten die Zuschauer, dass sich Englisch mühelos in Fränkisch übersetzen lässt: So bedeutet "Days is a shy sweater" so viel wie "Des is ä Scheißwedder".
Über die lustigsten Begebenheiten in der Gemeinde berichteten "Rettl" (Simone Wagenhäuser) und "Schorsch" (Thomas Schuck) unter dem Thema "Das Örtliche". Unter anderem wussten sie zu erzählen, dass ihr "Sonnenkönig", Bürgermeister Holger Baunacher, bereits als Kronprinz von Landrat Schneider bezeichnet wird und dass der Wonfurter Gemeinderat eine "Flüchtlingskrise" zu bewältigen hatte. "Denn als der Projektchor und die Blaskapelle in ihren Ausweichquartieren im Rathaus während einer Gemeinderatssitzung probten, verstanden die Gemeinderäte ihr eigenes Wort nicht mehr. Also packten sie zusammen und beantragten bei den Siedlern Asyl", wusste die Rettl.
Simone Wagenhäuser begeisterte zudem als "Simmi ausm Unterdorf" und holte sich Bürgermeister Holger Baunacher, Thomas Ankenbrand aus Hainert und Ralf Spannheimer aus Steinsfeld auf die Bühne. Diese "Backstreetboys" durften dann zu ihrem selbstverfassten Lied einen Chor bilden und wurden mit viel Applaus bedacht.