Apotheker Robert König referierte bei den Senioren über Nahrungsergänzungsmittel.

Lukrativer Markt

Nahrungsergänzungsmittel sind ein sehr großer lukrativer Markt. Nahrungsergänzungsmittel sehen aus wie Arzneimittel, sind aber Lebensmittel. Sie enthalten natürliche Substanzen: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Ballaststoffe oder Pflanzenextrakte. Lebensmittel müssen sicher sein und unterliegen der Lebensmittelgesetzgebung.

Nicht täuschen

Die Angaben auf der Verpackung dürfen den Verbraucher nicht täuschen. Krankheitsbezogene Werbung ist verboten. Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist keine Zulassung nötig, sondern nur Registrierung.

Die Prüfung auf Nutzen, Sicherheit und Unbedenklichkeit entfällt. Es bestehen Unterschiede zwischen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

Die Arzneimittel enthalten Wirkstoffe, Angaben zum Mindesthaltbarkeitsdatum und zur Dosierung. Bei Nahrungsergänzungsmitteln gibt es eine Zutatenliste und Verzehrempfehlung. Sie sind kein Ersatz für ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht sinnvoll und in der Regel unnötig.

Sinnvolle Ausnahmen

Ausnahme sind beispielsweise Calcium bei Laktoseintoleranz, Vitamin D und Calcium bei Osteoporose. Nahrungsergänzungsmittel können schaden, denn bei Überschreiten der empfohlenen Verzehrmenge können gesundheitliche Probleme auftreten. Nahrungsergänzungsmitteln aus dubiosen Quellen sind oft Arzneistoffe zugesetzt. Nahrungsergänzungsmittel haben keinerlei arzneiliche Wirkung, auch wenn die Werbung es anders vorgaukelt.

Beraten lassen

Man soll sich im Einzelfall in der Apotheke und natürlich von seinem Arzt beraten lassen.

Helga Wölfl dankte Robert König abschließend für den aufschlussreichen Vortrag. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen. Margit Baier