Im Baugebiet "Rother Bühl" sind nur noch wenige Parzellen verfügbar. Sie habe deshalb Grundstücksverhandlungen durchgeführt, sagte Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) am Dienstagabend im Gemeinderat. Einstimmig hat das Gremium daraufhin die Ausweisung eines Baugebiets "Rother Bühl II" auf den Weg gebracht.

Auf der Gesamtfläche von 6637 Quadratmetern sind acht Bauplätze in der Größe von 638 bis 703 Quadratmetern vorgesehen. Um dafür die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, hat das Ratsgremium einmütig der Aufstellung eines Baubauungsplans zugestimmt. Der Flächennutzungsplan soll nach Abschluss des Verfahrens angepasst werden.

Erste Reservierungen da

Die Bürgermeisterin berichtete, dass das Interesse groß sei und bereits erste Reservierungen von Parzellen vorlägen. Auch Tobias Braunersreuther (SPD) hielt es für erforderlich, ein weiteres Baugebiet zu erschließen. Dies sollte möglichst schnell realisiert werden. Und Daniela Wagner (CSU) betonte: "Das ist ein Lückenschluss in einer sehr schönen Lage."

Der Marktgemeinderat hatte bereits am 5. Februar die Ausweisung eines Baugebiets "An der Alten Wirsberger Straße III" beschlossen. Im weiteren Verlauf wurde das Wasserwirtschaftsamt Hof insbesondere mit Blick auf die zu erwartende Hangwasserproblematik mit eingebunden. Aus Sicht der Behörde ist es bereits im Vorfeld notwendig, hier eine Lösung zu erarbeiten, was längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Ein Ingenieurbüro soll nun ein Konzept zum "Sturzflut-Risikomanagement" erarbeiten. Dieses kann im Rahmen eines Sonderprogramms gefördert werden, gab Leithner-Bisani am Dienstagabend bekannt. Der Fördersatz betrage 75 Prozent und maximal 150 000 Euro.

Das Gremium nahm vom Sachverhalt Kenntnis. Welches Ingenieurbüro beauftragt wird, wurde noch nicht entschieden. Alle Mitglieder waren sich einig, dass das Baugebiet "An der Alten Wirsberger Straße III" mit dem Blick auf die Nachfrage nach Bauland weiter verfolgt werden soll.

Aufträge vergeben

Die Firma Wiegel Gebäudetechnik aus Kulmbach hatte mit 46 035 Euro das wirtschaftlichste Angebot für die Heizungsinstallation beim Erweiterungsbau der Kindertagesstätte Ludwigschorgast abgegeben.

Um den zeitlichen Ablauf einzuhalten, mussten die Gerüstarbeiten beim gleichen Bauvorhaben kurzfristig erneut ausgeschrieben und vergeben werden. Der Auftrag ging zum Preise von 27 087 Euro an die Firma Bertram aus Oberkotzau.

Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Tektur von Martha Heinz (Höherer Kniestock und Anbau von Dachgauben und Außentreppen). Stattgegeben wurde zudem dem Antrag von Richard Scherdel (Errichtung eines Carports).

Kenntnis nahm der Marktgemeinderat Ludwigschorgast von dem Bauleitverfahren der Gemeinde Untersteinach zur Realisierung des Solarparks "Gumpersdorf". Er erhob keine Einwände.

Zur Gemeindewahlleiterin für die Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde Monika Bittermann bestellt. Ihre Stellvertreterin ist Silke Schramm.

Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani gab bekannt, dass das Richtfest des Erweiterungsbaus der Kindertagesstätte St. Elisabeth am Donnerstag, 7. November, um 15 Uhr stattfindet. Das alljährliche Martinsfest gehe heuer bereits am 9. November über die Bühne.