Schon am vergangenen Samstag sollte es nach Hause gehen. Hinter acht Neustadtern lag ein schöner Urlaub in Marokko. Doch statt am Samstagabend daheim vom tollen Urlaub zu erzählen, stand auch am Dienstag noch nicht fest, wann alle acht wieder in der Heimat auftauchen würden.
"Der Transfer zum Flughafen funktionierte noch gut", berichtet Alexander Diwisch, der mit sieben Freunden unterwegs ist. Die Gruppe war schon am einchecken, als sie erfuhr, dass der Flieger aus Deutschland nicht kommen würde.
Es folgten die Unterbringung in einem Hotel, das eher einer Baustelle glich, und immer neue Meetings, aus denen die Reisenden aber immer so schlau heraus gingen, wie sie hinein gegangen waren. "Keiner weiß was", so lautete das Fazit von Alexander Diwisch, das er immer wieder nach diesen Treffen auf Facebook postete. So erfuhren die Angehörigen immer den neuesten Stand der "Geschichten aus 1001 Nacht", wie Diwisch seine Posts bald überschrieb.
Die Gruppe wurde umquartiert in ein neues Hotel. Immer wieder wurden Flüge angekündigt, die dann wieder abgesagt wurden. Am Montag hätten einige der Reisenden wieder arbeiten müssen. Da saßen sie aber noch immer in Marokko auf gepackten Koffern und Alexander Diwisch machte am Telefon wenig Hoffnung, dass sie am Dienstag in Neustadt sein würden.
Am Dienstagvormittag beantwortete er eine Whatsapp-Anfrage: "Im Moment sind wir am Flughafen in Agadir. Aber wahrscheinlich ist das Flugzeug mit fünf Personen überbucht." Auch da war also noch nicht sicher, wann die acht Freunde wieder in Deutschland und in Neustadt sein würden.
Gegen Abend kam dann die erlösende Nachricht: "Wir sind in München gelandet und warten auf den ICE." Es war nicht der erste gemeinsame Urlaub der Gruppe - aber sicher der aufregendste, den sie bisher hatten. rlu