Ihre Diamantene Hochzeit feierten in Scheßlitz Gisela und Fritz Zeck. Das erste Mal begegnete sich das Paar bei der Muttergotteserscheinung in Heroldsbach, bei der sich Fritz Zeck, geboren 1929, sofort in Gisela, geboren 1932, verliebte. Es folgten sieben Jahre des Werbens, da die Angebetete von zahlreichen Verehrern umgeben war.
Fritz kam aber immer wieder einmal, wegen seines Betriebes, zu Verabredungen zu spät. Als er wieder einmal unpünktlich war, schickte ihm Gisela per Einschreiben einen Brief und erklärte, dass er sich nicht blicken lassen brauche.
Fritz ließ sich aber nicht entmutigen und warb weiterhin um Gisela. Schließlich gab sie dem Werben nach und am 30. Mai 1958 fand die Hochzeit in der Klosterkirche St. Michelsberg in Bamberg statt. Tochter Helga kam zur Welt und ein Jahr später wurde Tochter Jutta geboren. 1966 wurde der Sohn Michael geboren.
Fritz Zeck wuchs in Scheßlitz auf und arbeitete nach seiner Schulzeit in der Gießerei Ködel & Böhm in Lauingen an der Donau. Danach war er bei der Firma Porsche Schlepper in Friedrichshafen beschäftigt. Obwohl Fritz Zeck den Wunsch hatte, Lehrer zu werden, trat er 1947 in die von seinem Vater Michael gegründete Firma ein, die sich auf die Herstellung, die Reparatur und den Handel von landwirtschaftlichen Maschinen spezialisierte, da sein älterer Bruder im Krieg gefallen war.


Ein Lebenswerk aufgebaut

1953 legte er die Meisterprüfung für Landmaschinentechnik ab und entwickelte und produzierte den ersten Seilbremswagen für den Freileitungsbau. 1966 wurde er erstmals auf Geschäftsreise zur Maschineneinweisung nach Nigeria geschickt. Es folgten unzählige Auslandsreisen, bei denen immer Salami und Dosenerbsen mit Speck im Gepäck waren. Fritz Zeck hat seine Firma zu einem weltweit tätigen Unternehmen ausgebaut und ist auch heute noch aktiv am Firmengeschehen beteiligt. Sohn Michael ist seit 1993 in der Geschäftsleitung tätig und führt das Lebenswerk seines Vaters, mit rund 130 Mitarbeitern, erfolgreich weiter.
Gisela Zeck wuchs in Kotzendorf als eines von vier Kindern auf. Sie führte zusammen mit Tante und Schwiegermutter den Eisenwarenladen im Oberend 21 in Scheßlitz, in dem man von der Schraube bis zum Fahrrad damals alles kaufen konnte, und war der Mittelpunkt der Familie. In ihrer Freizeit schwang sie leidenschaftlich das Tanzbein.


Und noch ein Jubiläum

Fritz Zeck verriet am Tag der Diamantenen Hochzeit sein Geheimnis einer langen Ehe: Man muss nur die richtige Frau finden und alt genug werden. Das Ehepaar Zeck kann in diesem Jahr ein weiteres großes Jubiläum feiern, nämlich das 100-jährige Bestehen der Firma Zeck.
Zur Diamantenen Hochzeit gratulieren, neben vielen Freunden und Bekannten, die Kinder mit Familien.
Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte stellvertretender Landrat Johann Pfister. Für die Stadt Scheßlitz gratulierte Erster Bürgermeister Roland Kauper. red