Ein lauschiger Sommerabend am plätschernden Mühlbach: Diese Bilderbuchstimmung konnten die Besucher der Sommerserenade der Singgemeinschaft Pretzfeld unter den Arkaden des Rathauses live erleben.

Viele Gäste waren gekommen, um einen gemütlichen Abend zu erleben. "Das Schönste ist, dass man sich in einem schönen Ambiente zum Plaudern trifft", meinte Dritter Bürgermeister Gerhard Kraft (FW). Die Zuhörer lauschten dem Vortrag der Singgemeinschaft unter der Leitung von Udo Reinhart.

Nach einem "Fruit Canon", arrangiert von Carlos Manuel Puga Otero, begrüßte die Vorsitzende des Vereins, Roswitha Grodd, die Gäste. Danach trugen die Sänger ein Medley von Udo-Jürgens-Lieder vor. Dabei hatte der einzige Sänger der Gruppe, Hans Wehrfritz, eine tragende Rolle. Nach dem Spiritual "Let My Light Shine Bright" sangen die Damen des Chors "Ein Likörchen für das Frauenchörchen" von Pasquale Thibaut. Das nahm der frühere Sänger-Kollege Jürgen Hofmann zum Anlass und verteilte Likör für den Chor. Am Ende gab es das Lied "Ein bunter Strauß" von Hans-Günther Becker und als Zugabe den Gospel-Song "O Happy Day".

Nach ihrem Auftritt waren die Sänger erleichtert. "Ein bisschen aufgeregt war ich vorher schon", erzählte Sabine Haase, die seit fast fünf Jahren Mitglied der Singgemeinschaft ist. "Singen macht Spaß und öffnet das Herz", sagte sie weiter und meinte zum Auftritt: "Wir haben uns selbst übertroffen." Sie ist begeistert von der Gemeinschaft im Chor und darüber, dass modernes Liedgut gesungen wird. Dem stimmte auch Sängerin Diana Könitzer zu und ergänzte: "Hier in Pretzfeld singen wir mit Begeisterung. Als Sänger braucht man das Publikum und seine Resonanz. Man spürt vorne, ob es mitgeht oder nicht."

Hans Wehrfritz meinte: "Super, dass so viele Leute da waren, denn sonst wären die ganze Arbeit und die Vorbereitungen umsonst." Chorleiter Udo Reinhart bilanzierte: "Das ist ein leichter, lockerer und schöner Musikabend."

Die Vereinsvorsitzende Roswitha Grodd gab zu, dass es zwischendurch ein paar falsche Töne gegeben hatte: "Da musste unser Chorleiter zum Ausgleich fester in die Tasten hauen." Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Zuhörerin und Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökol.) beurteilte die Serenade so: "Ich komme ja jedes Jahr ganz besonders gern hierher. Das Konzert war sehr gut und die Atmosphäre ist sehr schön."