3002 Zuschauer waren begeistert. Das Duell zwischen Coburg und Balingen verdiente tatsächlich das Prädikat Spitzenspiel. Tolle Tore, intensive, stets faire und packende Zweikämpfe. Spannung, ja Dramatik bis zur letzten Sekunde. Das einzige, was aus HSC-Sicht fehlte, war ein weiterer Treffer. Trotz aller Klasse ein bitteres 28:28.

Beide Teams zeigten viel Biss und spielerische Klasse, obwohl auf beiden Seiten mit Martin Strobel und Tobias Varvne die Ideengeber verletzungsbedingt fehlten. Auch Torwart Jan Kulhanek, der sich unter der Woche eine Verletzung an der Hand zuzog, und Christoph Neuhold, für den ein Einsatz auf diesem Niveau nach einer Bandscheiben-Operation doch noch zu riskant ist, waren zum Leidwesen der Coburger kein Faktor. Aber auch Balingen hatte zusätzliches Verletzungspech, denn Spielmacher Lukas Saueressig musste kurz vor Spielbeginn wegen einer Fußverletzung passen.

Nach dem Handball-Krimi blickt die 2. Liga nun vor allem auf das Restprogramm. Allerdings müssen die "Gelb- Schwarzen" dabei den Rechenschieber rausholen. Zum großen Problem der Coburger kann auf der Zielgerade nämlich die Tordifferenz werden.

Mit 976:880 Toren - also plus 96 - verfügt der HSC momentan über die geringste Ausbeute des Spitzentrio. Balingen hat plus 127 Tore und Nordhorn-Lingen nach dem gestrigen Kantersieg gegen die Rhein Vikings plus 118. Das war vor ein paar Wochen noch anders.

Auf den ersten Blick vielleicht nicht entscheidend, aber auf den zweiten total ungünstig: Denn bei nur noch vier ausstehenden Partien pro Team muss nicht nur Spitzenreiter Balingen zwei Spiele verlieren, sondern auch der Tabellenzweite HSG Nordhorn-Lingen noch zweimal ausrutschen. Nur dann können die Vestestädter in der Tabelle vorbeiziehen. Vorausgesetzt der HSC übersteht gleichzeitig alle seine vier Duelle schadlos. Und da sind für die Gorr-Truppe noch durchaus hohe Hürden dabei (siehe Restprogramm). oph