Regen Diskussionsbedarf gab es in der jüngsten Stadtratssitzung zum künftigen Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus in Zeckendorf. War man sich noch darin einig, dass das Gemeinschaftshaus endlich kommen muss, entfachte der geplante Standort jedoch die Gemüter. Dabei hatte man sich bereits Jahre zuvor im Stadtrat auf den jetzigen Standort geeinigt.
Die Überlegungen zu einem eigenen Gemeinschaftshaus reichen schon 40 Jahre zurück, hieß es im Stadtrat. Denn so alt ist das künftige Projekt schon, nachdem es jetzt zum Greifen nah ist. Zumal Fördermittel in nicht geringem Umfang für die vorgesehenen Maßnahmen bereit stehen.
Die Zeit drängt. Denn das oberfränkische Gasthaussterben hat auch vor Zeckendorf nicht Halt gemacht. Seitdem dort Schluss ist, gibt es keinen "öffentlichen" Treffpunkt mehr. Und so wird das auch bleiben, sollte das neue Zentrum jetzt nicht in Angriff genommen werden.
"Billig wird's nicht", meinte Erster Bürgermeister Roland Kauper (CSU). Aber mit aktuellen Fördermitteln und Eigenleistungen blieben die Kosten im Rahmen. Auch darin war man sich einig, dass in absehbarer Zukunft nicht mit sinkenden Baupreisen zu rechnen sein wird. Nachdem vor Jahren bereits alle möglichen Standorte austariert worden waren, kommt dafür nur ein Platz in Frage. Umso unverständlicher war für einige der Räte die erneut entflammte Standortdiskussion. Das zur Verfügung stehende Areal ist aufgrund seiner Orts- und Hanglage nicht optimal, hat aber den Vorteil, dass es bereits der Stadt gehört. Von den zuvor angefragten Grundstückseigentümern wollte niemand ein Grundstück verkaufen.
Zwar wird es auch bei dem städtischen Grundstück in der Fläche noch Zukauf geben müssen, aber der hält sich in Grenzen. Insofern ist man bei den Räten optimistisch, die Zustimmung der betroffenen Eigner zu erhalten.
Wie soll es denn nun aussehen? Der geplante Gebäudekomplex wird aus zwei rechteckig in den Hang hinein reichenden Grundflächen bestehen. Getrennt durch einen barrierefreien Zugang via Rampe zum beide Gebäudeteile verbindenden Quertrakt des Eingangsbereichs im jeweiligen hinteren Teil der Gebäude. Links das einstöckige Feuerwehrhaus mit einer Fläche von 17 mal 17,7 Metern und ausreichend Platz für Feuerwehrbus plus Löschanhänger. Rechts dann das zweigeschossige Gemeinschaftshaus: 18 Meter lang und 11,5 Meter breit, mit Saal, Freiterrasse plus Serviceräumen im Erdgeschoss, einem Kommandantenzimmer im Obergeschoss sowie einem künftiger Nutzung vorbehaltenem und noch nicht ausgebautem Bereich über dem Saal.
Und was soll es kosten? Für die dreistufige Stützmauer (wegen starker Hanglage), notwendigen Abriss eines Gebäudes und Erdarbeiten für den Hochbau sind 314 000 Euro veranschlagt, welche die Stadt trägt. Die geschätzten Kosten für Gemeinschaftshaus und Feuerwehrhalle liegen bei circa 810 000 Euro. Mit Fördermitteln in Höhe von 370 000 Euro kann gerechnet werden. Bleibt noch eine stolze Summe übrig. Große Zuversicht legen einige Stadträte in die Eigenleistungen der Bürger.
Kauper überzeugte das Gremium: "Die Kosten sind da, aber wir bauen zurzeit nicht billiger." Die Vorplanung wurde einstimmig beschlossen.