Parkplätze sind knapp in Coburg - das gilt nicht nur für die Innenstadt, sondern zunehmend auch für die Coburger Stadtteile. Auf der Hut zum Beispiel, speziell im Bereich Am Lauersgraben und Baumschulenweg, habe sich das Parkplatz-Problem in den vergangenen Monaten noch verschärft, wie uns eine Infranken-Melderin mitgeteilt hat.
Zum einen sei der Parkplatz der Kleingartenanlage im Lauersgraben durch Absperrketten geschlossen worden, schreibt die Tageblatt-Leserin und hat eine Vermutung, warum das geschehen sein könnte: "Diese Maßnahme basiert offenbar darauf, dass während der Bauzeit des angrenzenden Asylbewerberheimes die dort beschäftigten Baufirmen ihre Fahrzeuge auf diesem Gärtnerparkplatz parkten."


Am Abend ist alles belegt

Etwa zur gleichen Zeit seien im Lauersgraben Parkverbotsschilder (eingeschränktes Halteverbot) neu aufgestellt beziehungsweise so platziert worden, dass vom Ende der Hutstraße und Beginn des Lauersgrabens bis etwa zu den Hausnummern Am Lauersgraben 20 keine Parkmöglichkeit bestehe.
"An Abenden oder Wochenenden finden die Anwohner der Straßen Baumschulenweg und Am Lauersgraben im dortigen Bereich keinen freien Parkplatz und dies, obwohl der Gärtnerparkplatz über etwa zehn bis 15 Parkplätze verfügt, die an Werktagen überwiegend frei sind", berichtet die Tageblatt-Leserin. "Die Gärtner selbst parken hauptsächlich im Lauersgraben ab Hausnummer 20, weil sich dort die meisten ihrer Gärten befinden." Nur bei Versammlungen im Vereinsheim sei der Parkplatz ausgelastet, was etwa zwei bis drei Mal im Jahr der Fall sei.
"Jahrzehnte lang konnten Anwohner oder Besucher den Gärtnerparkplatz benutzen, ohne dass es die Gärtner in irgendeiner Weise behinderte oder zu anderen Problemen kam", schreibt die Infranken-Melderin und fragt: "Warum diese krasse Begrenzung und Beschilderung?" Ihrer Meinung nach würde es die Situation schon ein wenig entspannen, wenn das auf Höhe der Hausnummer 20 aufgestellte Parkverbotsschild um einige Meter in Richtung Hutstraße verschoben werden würde und der Bereich, in dem Parken erlaubt ist, damit wieder etwas vergrößert würde. Eine Behinderung für den fließenden Verkehr erwartet die Anwohnerin dadurch nicht: "Die Hutstraße und der Lauersgraben sind auf 30 Stundenkilometer beschränkt, so dass es meines Erachtens keine Probleme für den fließenden Verkehr und besonders für den Stadtbus geben dürfte."
Sie spreche im Namen vieler Anwohner, schreibt die Infranken-Melderin, und hoffe, dass sich die Verantwortlichen der Stadt Coburg dieses Problems annehmen und eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Änderung vornehmen werden.


Besser vor Ort darüber sprechen

Im Ordnungsamt hat man durchaus offene Ohren für das Problem. Amtsleiter Kai Holland hat dem Tageblatt versprochen, zum einen das Gespräch mit den Kleingärtnern zu suchen - der Parkplatz gehört zwar der Stadt Coburg, ist aber seit vielen Jahren an den Stadtverband der Kleingärtner verpachtet, der daher entscheiden kann, wer auf den Stellplätzen parken darf.
Zum anderen möchte sich Holland gerne mit der Tageblatt-Leserin treffen, um bei einem Ortstermin die Verkehrssituation mit ihr gemeinsam zu betrachten. "Bei solchen Sachen ist es gut, wenn man vor Ort drüber sprechen kann", sagt Holland.
Einen wichtigen Hinweis will er auch noch loswerden: Ähnlich wie der Infranken-Melder beim Tageblatt funktioniere der "Mängelmelder" der Stadt Coburg (www.coburg.de/startseite/Buergerservice-A-Z/tabid-1744.aspx). Dort können Bürger online melden, wo sie beispielsweise eine defekte Straßenlaterne oder ein kaputtes Spielgerät auf dem Spielplatz entdeckt haben oder eben, wo Parkplätze fehlen.