Es war "nur" ein Gottesdienst am Abend, der am 24. Februar in der Kasendorfer Kilianskirche stattfand, aber ein ganz besonderer. Das 50-köpfige Sinfonische Blasorchester erfüllte den ganzen Kirchenraum mit seiner Musik. Pfarrer Stefan Lipfert begleitete die Darbietungen mit seinen Gedanken.

Nach dem Konzert gaben die Besucher aus nah und fern gerne eine Spende. Dem Musikverein Kasendorf war es ein Anliegen, mit dem Erlös etwas für drei Einrichtungen in Kasendorf zu tun. Die "eingespielten" 690 Euro fließen zu gleichen Teilen der Diakoniestation, dem Kindergarten und der Jugendarbeit der Kirchengemeinde zu.

Vorsitzender Alexander Kapsch, seine Stellvertreterin Andrea Eichner und Dirigent Thomas Eschenbacher übergaben unlängst den symbolischen Scheck an Pfarrer Stefan Lipfert und an den Vorsitzenden des Diakonievereins Kasendorf-Wonsees, Günther Pfändner.

Pfändner zeigte sich beeindruckt, dass sich junge Menschen für Ältere einsetzen. Er zollte den Orchestermitgliedern großen Respekt für diese Haltung. Was ihn besonders freute, war die Wertschätzung für die Arbeit der Diakonie. Das mache Mut, so der Vorsitzende.

Dass auch am unteren Ende der Altersskala Unterstützung nötig ist, zeigte Pfarrer Stefan Lipfert auf.

Der Seelsorger freute sich darüber, dass das Orchester an den Kindergarten gedacht hatte und dass auch die Jugendarbeit der Pfarrgemeinde unterstützt wird. Seit fünf Jahren würden die Jugendlichen betreut, "aber dieses Angebot müssen wir als Kirche ganz alleine stemmen". Daher sei er sehr dankbar für diese Unterstützung.

Die Vertreter des Musikvereins Kasendorf sahen die Spenden als Selbstverständlichkeit an: "Wir machen keine Musik, um daran zu verdienen. Wir wollen helfen und etwas davon zurückgeben, was wir von der Gesellschaft erhalten." red