Musik in einem Gotteshaus für einen guten Zweck macht Sinn, dachte sich der Sanitäter Stefan Friedrich, auch Musiker beim Kasendorfer Blasorchester.

Er initiierte ein Benefizkonzert in der Kilianskirche zur Unterstützung der Familie Groppweiß, deren Bauernhof in Menchau unlängst komplett niedergebrannt war.

Gleich vier musikalische Gruppen klinkten sich ein und zelebrierten vor knapp 200 Besuchern einen nachdenklich stimmenden, aber auch mitreißenden Abend. Die einleitenden Weisen des Duos Thomas Eschenbacher (Saxofon) und Katharina Hargens (Gitarre) drückten in dezenten Tonfolgen etwas von der Tragik des schlimmen Brandes aus, die Kasendorfer Kirchenband "Crosstunes" brachte jugendlichen Schwung ins Geschehen.

Gänsehautgefühl

Die Band "PiaVoi" spornte mit Gitarre, Keyboard und Trompete zum Mitklatschen an. Die "Rocky Seats" schließlich begeisterten mit ihrem fetzigen Auftritt. Beim gemeinsam dargebotenen Song "Hey Jude" machte sich Gänsehautgefühl breit, man spürte förmlich die Begeisterung im Publikum. Und bei der Zugabe "Stand by me" hallte der Refrain aus den Kirchenbänken zurück.

Die beiden Pfarrer Stefan Lipfert und Anna Städtler-Klemisch umrahmten das Konzert mit Liturgie, Tanja Friedrich dankte den Sponsoren.

Man betete auch für einen guten Wiederaufbau des Bauernhofs, die Rückkehr in ein normales Leben und für all die Einsatzkräfte. Am Ende kam ein vierstelliger Betrag zusammen, den Landrat Klaus Peter Söllner noch aufstocken wird. Gast des Konzerts war auch Gudrun Schleicher, die Schwester des Landwirts. "Es ist schön, wenn auf diese Art so großzügig geholfen wird", zeigte sie sich sehr angetan. hw