Wie Menschen mit und ohne Behinderung Inklusion hautnah leben und erleben können, zeigte das Sommer-Schülerkonzert bei "Mina"-Musikunterricht in Gremsdorf eindrücklich.

Die Schulleiterin und Musikpädagogin Katrin Heinz-Karg hatte alle Schüler dazu eingeladen, ihr Können vor Publikum zu präsentieren und gemeinsam zu musizieren. Seit Anfang dieses Jahres kooperiert "Mina" mit der Offenen Behindertenarbeit Forchheim (OBA), die unter dem Titel "Klang-Werk-Statt" einen Kurs in ihrem Freizeitprogramm anbietet. Dieser findet im dreiwöchigen Rhythmus in der Gremsdorfer Musikschule statt und wird durch die Aktion Mensch gefördert. Der Kurs bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich auf unterschiedlichste Art musikalisch auszudrücken. Dadurch entwickelt sich ein neuer Weg der Kommunikation, und Menschen mit Behinderung, die teilweise sonst kaum in der Lage sind, sich verbal oder emotional auszudrücken, kommunizieren über Klänge, Rhythmen oder Gesang.

Katrin Heinz-Karg hat für diese Gruppe einen Song komponiert, die Inhalte des Textes wurden gemeinsam mit den Teilnehmern der OBA-Gruppe erarbeitet. Idee war es, diesen Song mit der Gruppe und mit den anderen Schülern der Musikschule einzuüben und am Sommerkonzert gemeinsam aufzuführen. Diese Gelegenheit hat sich nun am vergangenen Sonntag geboten. Menschen mit und ohne Behinderung standen gemeinsam und nebeneinander auf der Bühne und sangen "ihren" Song "Musik, sie ist für alle da". Die Eltern und Angehörigen aller Teilnehmer waren beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit sich Menschen mit und ohne Behinderungen unterschiedlichsten Alters durch Musik zusammenbringen lassen: "Das ist wirklich gelebte Inklusion! Ich bin immer noch ganz gerührt", so die Mutter einer jungen Frau mit Behinderung.

Im Anschluss an den Auftritt der Gruppe zeigten die Instrumentalschüler von "Mina" ihr Können: Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren und Erwachsene präsentierten ihre ausgewählten Stücke an Klavier und Geige. Im Anschluss an die inspirierenden Vorträge bot "Mina" noch die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Berührungsängste gab es bei diesem Konzert nicht, und die Veranstaltung hat gezeigt: Musik verbindet alle Menschen und macht es dadurch leicht, Inklusion zu leben. red