Die 84 Mitglieder starke Flößervereinigung Friesen will verstärkt die Museumsarbeit in den "Friesener Flößerstuben - Alfons-Geiger-Dorfmuseum" vor allem für den Nachwuchs lebendig gestalten. Dies ist das erklärte Ziel der beiden Museumsleiter Georg Schneider und Heinz Schmidt. Schließlich sei diese kulturelle Einrichtung ein Spiegel der Dorfgeschichte.
Bei seiner Rückschau anlässlich der Hauptversammlung im Gasthaus "Desera" erinnerte Vorsitzender Georg Geiger an zahlreiche Aktivitäten. Präsenz habe man gezeigt beim Deutschen Flößertag in Wolfratshausen, beim Internationalen Flößertag in Slowenien, beim Kreisflößertreffen in Wallenfels sowie beim Mühlenfest in Steinwiesen.


Beliebte Flößertage

Nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen sich die Friesener Flößertage mit Floßfahrten im Staubereich, berichtete Geiger. Ebenfalls erwähnte er die Beteiligung am Kinderfestzug anlässlich des Kronacher Freischießens sowie an das Ferienprogramm der Stadt Kronach für Buben und Mädchen auf der Floßlände und im Museum. Ebenfalls habe man sich an der beliebten Dorfweihnacht beteiligt. Als sehr erfreulich wertete der Vorsitzende die Neuaufnahme von sechs Interessenten.
Wie Georg Schneider für das Museumsteam berichtete, werde das Erbe von Ehrenfloßmeister Alfons Geiger in Ehren gehalten. Verstärkt wolle man die Jugend in die einst bedeutsamen Flößeraktivitäten mit einbinden. Schließlich sei das Dorfmuseum ein kulturelles Kleinod. Für den Erhalt weiterer Exponate sei man dankbar, versicherte Schneider. "Das Dorfmuseum ist ein Ort der Geschichte", betonte er. Schließlich sei die Regierung von Oberfranken bemüht, schulische Wandertage für museale Einrichtungen zu nutzen. Zu den 24 gemeldeten Museen zähle auch Friesen. Ziel sei es, die Museumsarbeit lebendig zu gestalten, betonte außerdem Heinz Schmidt, der ebenfalls stark in die musealen Arbeiten mit eingebunden ist.
Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Stadtrat Michael Zwingmann, dankte im Auftrag der Stadt Kronach der Flößervereinigung Friesen für ihre kulturellen Aktivitäten. "Der Erhalt der Flößertradition ist wichtig für den Frankenwald", betonte Zwingmann. In diesem Sinne äußerte sich auch Vorsitzender Dieter Endres von der Neuseser Flößergemeinschaft. Insbesondere ging er auf die Tüv-Genehmigung für weitere Floßfahrten ein.
Schriftführer Heinz Schmidt ließ die einzelnen Veranstaltungen mit großer Sachkenntnis Revue passieren. Ausführlich informierte Hauptkassierer René Queren über die Finanzen des Vereins. Revisor Albin Reif lobte die mustergültige Kassenführung. Ein weiterer Punkt der Versammlung war die Satzungsänderung, die einstimmig genehmigt wurde. Viel Beifall gab es für Josef Hanna, der durch Vorsitzenden Georg Geiger für 25-jährige Treue ausgezeichnet wurde. In seiner Vorschau erwähnte der Vorsitzende unter anderem die Friesener Flößertage am 28. und 29. Juli, das Internationale Fößertreffen vom 30. August bis 2. September in Italien, den Deutschen Flößertag vom 6. bis 9. September im Nordschwarzwald sowie das Kreisflößerteffen am 6. Oktober im Neuses.Eingangs würdigte Vorsitzender Georg Geiger das langjährige Wirken von Verwaltungsratsmitglied Gottlieb Geiger. Sein Tod habe eine schmerzliche Lücke hinterlassen, er sei über 30 Jahre ein Aktivposten in der Flößergemeinschaft gewesen, betonte der Vorsitzende. gf