Spitz, scharf und zumindest theoretisch schmerzhaft wird es am kommenden Freitag um 19.30 Uhr im Bayerischen Brauereimuseum zugehen. Jeder kennt die Begriffe Schwert, Dolch und Rapier oder hat schon einmal von Langen Messern gehört. Doch was für Waffen waren das wirklich? Woraus bestanden sie? Und wie wurden sie tatsächlich im Kampf eingesetzt? Diesen Fragen gehen die Freunde der Plassenburg zusammen mit dem Historiker, Archivar und Waffenexperten Daniel Burger nach.
Der ausgewiesene Fachmann wird auch anhand von realen Waffen demonstrieren, dass viele Spielfilme und Fernsehserien wie "Game of Thrones" nicht notwendigerweise den korrekten Umgang mit solchen Gegenständen zeigen. Mittelalterliche Kämpfe werden in Filmen und auf Mittelaltermärkten oft als grobe Aktionen, als dumpfes "Draufloshauen" gezeigt. Dies entspricht aber nicht den historischen Tatsachen. Lehrschriften aus dem 14., 15. und frühen 16. Jahrhundert zeigen, dass das europäische Mittelalter eine eigene, hoch spezialisierte Kampfkunst besaß. So viel sei schon einmal verraten: Lange Messer fanden sich am Ende des Mittelalters nicht unbedingt in den Küchen.
Gezeigt werden präzise moderne Rekonstruktionen sowie stumpfe Trainingswaffen. Die Teilnahme an dem Vortragsabend ist kostenlos. Peil