Was sich bereits zur "Kerwa" angekündigt hatte, wurde jetzt mit der Gründung des "Brauchtums- und Dorfkulturvereins Hegnabrunner Moggerla" in die Tat umgesetzt. An der offiziellen Gründungsversammlung nahmen knapp 30 Sympathisanten teil. Sie wählten die Neuenmarkterin Hannah Kreuzer an die Spitze des neuen Vereins. Damit wurde deutlich, dass die Gemeinschaft auch ortsteilübergreifend tätig sein will.

Ralf Pistor, der zum Zweiten Vorsitzenden gewählt wurde, erinnerte an die Kerwa in diesem Jahr, als man feststellen musste, "wie schwierig es war, jemanden zu finden, der als Veranstalter die Verantwortung übernimmt". Zum Glück habe sich dann das "TIK" bereiterklärt, "sonst wäre die Kerwa überhaupt nicht zustande gekommen". Bei einem Treffen im Nachgang habe man sich darauf verständigt, dass die Kerwa keine Eintagsfliege sein sollte.

Kerwa ist nur eine Aufgabe

"Es war klar, dass dies künftig nur mit einem eigenen Verein über die Bühne gehen konnte", so Pistor. Der neue Verein biete künftig die Plattform, um solche Feste zu organisieren. "Es muss aber nicht nur die Kerwa sein, sondern wir können ja auch ganz was anderes machen."

Nicolas Peter, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, erklärte den Namen des neuen Vereins: "Wir wollten ausdrücken, was wir machen und für was wir uns in unserer Gemeinde einsetzen wollen." Mit der Ergänzung "Moggerla" habe man zudem ein Alleinstellungsmerkmal gesucht.

Ralf Pistor machte deutlich, dass selbstverständlich alle Bürger der Gemeinde Mitglied werden können: "Es sind alle herzlich willkommen!"

Dass die Wahl am Ende auf die 22-jährige Industriekauffrau Hanna Kreuzer fiel, kam nicht von ungefähr. Ralf Pistor: "Die Hannah war schon immer sehr engagiert." Und Hannah Kreuzer ergänzte: "Die Arbeit zur Kerwa hat mir Spaß gemacht. Ich will mich nicht in den Vordergrund drängen, sondern ich hoffe, dass wir das alles gemeinsam machen." Aber irgendeiner müsse halt den Vorsitz übernehmen. "Ich habe mich jedenfalls nicht gewehrt, dass ich in das Amt gewählt werde."

Wichtig war für Ralf Pistor auch, dass die Mischung im Vorstand zwischen Alt und Jung passt. "Wir wollen unsere jungen Leute heranziehen, damit sie Verantwortung übernehmen. Man hat auch manchmal das Gefühl, dass das Miteinander nicht mehr so ist, wie es früher war. Deswegen wollen wir auch daran arbeiten, dass wir wieder in die richtige Richtung kommen. Wir wollen uns auch mit engagieren, wenn es zum Beispiel um die Dorfgestaltung oder um alte Gebäude geht. Da wollen wir auch in der Entwicklung mitarbeiten."

Und mit der Wiederbelebung der fränkischen Wirtshauskultur nannte Pistor ein mittelfristiges Ziel.

"Ich denke, wir haben ein gutes Team aufgestellt, das auch zusammenlangt", sagte Vorsitzende Hannah Kreuzer nach den Wahlen. Werner Reißaus