Vertreter aller Parteien hatten der Regionalverband Oberfranken des Bundesverbands Windenergie und die Firma Enercon in den "Fichtelgebirgshof" eingeladen.

Joachim Keuerleber von der Firma Enercon betonte, mit den Windkraftanlagen solle eine regionale Wertschöpfung erreicht werden, und das in einem fairen Wettbewerb. Es gehe aber auch um zukunftssichere Arbeitsplätze und die Einhaltung von Klimazielen. Keuerleber zitierte den bereits verstorbenen österreichischen Windpionier Hans Kronberger: "Erneuerbare Energien haben nur einen einzigen Feind: Die Unwissenheit über die fantastischen Möglichkeiten, die sie uns bieten."

Professor Manfred Miosga stellte in seinem Impulsvortrag fünf Thesen auf: ? 1. Wir sind mitten in der Klimakrise.

? 2. Sofortiges Handeln ist unerlässlich, um größeren Schaden abzuwenden.

? 3. An einem raschen Energiesystemwechsel geht kein Weg vorbei.

? 4. Der Energiesystemwechsel ist eine Chance für die Entwicklung ländlicher Regionen.

5. Der Energiesystemwechsel wird politisch ausgebremst.

Die Klimakrise sei Teil einer globalen Ressourcen- und Umweltkrise und eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Hier sei eine Vollbremsung notwendig. Er kritisierte die 10-H-Abstandsregelung in Bayern.

"Klimaschutzziele verlangen maximale Anstrengungen, jeder muss seinen Beitrag leisten", betonte Johannes Schnabel vom Bundesverband Windenergie. Klimawende bedeute, global zu denken und lokal zu handeln.

In der Diskussionsrunde waren mit Ausnahme der CSU alle Parteien für eine Abschaffung der 10-H-Regelung. Rei.