Die Arthrose ist eine schmerzhafte Gelenkerkrankung, die zur Volkskrankheit geworden ist: Sechs bis acht Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen. Wie eine Arthrose entsteht und welche Therapie-Ansätze es gibt, erklärte der Ergotherapeut Elmar Weinbeer beim jüngsten VdK-Gesundheitsforum in Haßfurt.

Die Krankheit sei noch nicht richtig erforscht, erläuterte der Therapeut. So könnten vielfältige Ursachen zu einer Arthrose führen. Neueste Erkenntnisse weisen auf eine einseitige Überlastung hin. Auch aggressive Enzyme könnten der Auslöser für eine Erkrankung sein, die meist schleichend, schubweise und schmerzhaft verlaufe. Typische Beschwerden seien Morgensteifigkeit bis zur Instabilität der Gelenke. Betroffen seien fast alle Gelenke, von der Halswirbelsäule bis zum Fußgelenk. Bei Frauen trete verstärkt eine Polyarthrose an den Fingern auf.

Die Krankheit nehme mit steigendem Alter zu, erklärte Weinbeer. Bewegungsmangel und schädliche Ernährungsgewohnheiten, eine starke Übersäuerung, aber auch Sportverletzungen und Medikamenteneinnahmen könnten zu ihrem Ausbruch führen.

Sport bezeichnete der Ergotherapeut als Allheilmittel. Ein spezielles Fitnessprogramm sei wichtig, um nicht nur der Arthrose vorzubeugen. Auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst und verschiedenen Vitaminen sei Voraussetzung für eine Prävention. Neben Bewegung mit Wärme, wie etwa im Raps- oder im Paraffinbad, oder mit einer Faszienrolle sei die "heiße Rolle" eine effektive Behandlungsmöglichkeit, die die Durchblutung fördere. Aber auch Wickel mit Retterspitz als altbewährtes Hausmittel und eine Schallwellentherapie ergänzten das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten.

Organisatorin Elfriede Kerker verwies auf das nächste Gesundheitsforum am 14. November ab 15 Uhr mit Chefärztin Hiltrud Schättin und dem Thema "Hernie - Bauchwandbrüche". cr