Arthur Stollberger Die Theaterabende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), lösten wie in jedem Jahr große Heiterkeit und viel Frohsinn beim Publikum im Pfarrsaal aus. Zusammen mit der Extra-Aufführung aus Anlass des Jubiläums der Raiffeisenbank Nüdlingen waren es heuer fünf Aufführungen, und jedes Mal waren alle Stühle besetzt.

Lampenfieber gehört dazu

Die erfahrenen Laiendarsteller der KAB-Theatergruppe sind sich bewusst, dass sie sich beim Publikum einen ausgezeichneten Ruf erworben haben. Dem gilt es nun bei jeder Vorstellung wieder gerecht zu werden. Vor der Premiere bekannte einmal Oskar Hein, der Vorsitzende der KAB und selbst Mitspielender, freimütig: "Trotz der langjährigen Erfahrung haben einige von uns bei der ersten Vorstellung etwas Lampenfieber. Aber das verfliegt rasch, wenn das Publikum jubelt."

Das Lustspiel in drei Akten hieß in diesem Jahr "Das verflixte Klassentreffen", mit von der Partie sind elf Akteure. Gerd Nicolai und Gitti Klöffel als Ehepaar Holzmeier, Thomas Klöffel als Sohn Markus, Ernst Geist als Opa, Stefan Lang als August Gierig, Jessica Hein als seine Frau Franziska, sowie Oskar Hein als Ferdinand Specht. Seine Frau Paula wird von Gitte Kleinhenz gespielt, Wiggerl Brumm schlüpft in die Rolle des ausgewanderten Klassenkameraden Johannes Martin, Bärbel Brumm verkörpert die ehemalige Klassenkameradin Elisabeth, und Eva Hein spielt die hübsche Tochter Kathy. Zum Inhalt: Nach einer durchzechten Nacht wird Franz-Josef Holzmeier von seiner Ehefrau Amanda mit schweren Vorwürfen am Frühstückstisch empfangen. Er vergräbt sich hinter der Lokalzeitung, in der von einem Klassentreffen in Bad Kissingen berichtet wird. Da hat Amanda die Idee, ebenfalls ein Klassentreffen zu organisieren, zusammen mit ihrer Freundin Franziska und sehr zum Leidwesen ihrer Ehemänner. Zu diesem Treffen werden auch der frühere Mädchenschwarm Johannes und die vor über 23 Jahren aus dem Dorf verchwundene Elisabeth eingeladen. Sie hat vor ihrem Verschwinden ein uneheliches Kind, die Kathy, auf die Welt gebracht, und zunächst meint Franz-Josef, der Vater zu sein. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass die hübsche Kathy von Ferdinand Specht, dem Postboten, gezeugt wurde.