Max ist stolz. Vor einer Woche hatte er Geburtstag. Gerade noch rechtzeitig, damit er bei seiner ersten Kreisschau mitmachen konnte. "Hopplahop" und seine drei Zwergwidder-Geschwister haben gewonnen und Max ist jetzt Jugendkreismeister. Einer von 15, um genau zu sein. Denn im Rahmen der 40. Kreisschau des Kreisvereins Lichtenfels für Kaninchen wurden insgesamt 17 Kreismeister und 15 Jugendkreismeister ermittelt, darüber hinaus zahlreiche Ehrenpreise vergeben.

Über Landkreisgrenze hinweg

Dass die 40. Kreisschau des Kreisvereins Lichtenfels dabei außerhalb des eigentlichen Kreises, nämlich in Untermerzbach, stattfand, mag ungewöhnlich erscheinen, ist bei den Kleintierzüchtern aber mittlerweile beinahe schon Tradition. "Wir haben die Kreisschau für Kaninchen bereits 2009 und 2010 in Untermerzbach ausgerichtet", erklärt Helmut Schmidt, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Untermerzbach-Lahm und Umgebung. Dem Kreisverband Lichtenfels habe man sich schon vor vielen Jahren angeschlossen: "In Haßberge wäre die Distanz zu Schauen noch viel weiter", führt Schmidt aus.

Insgesamt 357 Kaninchen wurden bei der Kreisschau im Untermerzbacher Vereinsheim von 18 Jungzüchtern und 23 Altzüchtern präsentiert. "Die 27 Rassen, die gezeigt wurden, sind dabei zwar nur ein kleiner Teil der Rassevielfalt, für eine Kreisschau aber beachtlich", zeigt sich Helmut Schmidt zufrieden und erklärt weiter: "Ab sechs Jahren darf man bei einer Kreismeisterschaft mitmachen. Jugendliche müssen mindestens eine Sammlung, das heißt vier Tiere, präsentieren, um Chancen auf den Titel zu haben. Außerdem müssen sie mindestens 376 Punkte erreichen." Bei Altzüchtern sind es zwei Sammlungen und mindestens 380 Punkte.

Für Max war es besonders knapp. "Hopplahop" und seine anderen drei Zwergwidder weiß mit blauen Augen wurden von den sieben Preisrichtern, die teils extra aus Thüringen angereist waren, mit 376,5 Punkten bewertet. Nach seinem Titel zum Zweiten Jungtiermeister bei der vereinseigenen Jungtierschau im September konnte der Sechsjährige aus Recheldorf damit direkt einen weiteren Erfolg feiern - als nachträgliches Geburtstagsgeschenk quasi.

Die gleichaltrige Lioba Höhn aus Wüstenwelsberg, die bei der letzten Schau gemeinsam mit Max auf dem Treppchen stand, hatte diesmal keine Chance auf einen Titel: Sie hatte nur drei Kaninchen präsentiert.