Aufatmen bei Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) und den Mitgliedern des Gemeinderates - Mit dem Baugebiet "Bergstraße-Neuenbürger Weg kann es weitergehen. Wie der Bürgermeister mit seinem Verwaltungsleiter Martin Hofmann bei der Sitzung des Gemeinderates mitteilte, hat das Landratsamt den Bebauungsplan Nr. 15 genehmigt, allerdings mit Auflagen.

Die Genehmigung wurde mit der Maßgabe verbunden, dass das Baugrundachten vom Januar und die Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Umweltamtes zum Baugrundgutachten bekanntzugeben sind, und zwar dem Gemeinderat Großenseebach, den aktuellen Grundstückseigentümern des Plangebietes und den Erwerbern der Baugrundstücke.

Im Ergebnis sei festzustellen, so Seeberger, dass die Boden- und Baugrundverhältnisse des geplanten Baugebietes eine Bebauung des Gebietes mit einem im Verhältnis stehenden Bauaufwand durchaus ermöglichen. Den künftigen Bauherrn wird empfohlen, beim Bau eines Kellergeschosses sogenannte "Weiße Wannen" zu berücksichtigen. Der Gemeinderat nahm zustimmend Kenntnis vom Genehmigungsbescheid des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt.

Erste Vergabe

Damit konnten in der gleichen Sitzung über die Erschließung des Baugebietes und Vergabe der Bauarbeiten beraten und beschlossen werden. Die Bauarbeiten (Kanalarbeiten, Wasserleitungsarbeiten, Straßenbau) waren im Bayerischen Staatsanzeiger öffentlich ausgeschrieben worden. Die Verwaltung informierte darüber auch 17 Tiefbaufirmen, von denen elf die Ausschreibungsunterlagen dann auch anforderten. Beim Submissionstermin lagen dann sechs Angebote vor und wurden vom Ingenieurbüro für Tiefbau ausgewertet.

Das Mindestgebot liegt bei 831 000 Euro brutto, das Höchstgebot bei knapp 1,2 Millionen Euro, die Kostenberechnung bei 744 000 Euro. Die Ausschreibung gliederte sich in drei Lose. Die Gesamtangebotssumme für die Lose Kanal- und Straßenbau lagen um rund zwölf Prozent über der Kostenberechnung. Die Kostenmehrung beim Los Wasserleitung ist auf eine abgesprochene technische Änderung nach der Erstellung der Entwurfsplanung zurückzuführen. Aus Gründen der Versorgungssicherheit für das gesamte Ortsnetz war eine zweite Einspeisung in Form einer Ringschlussleitung berücksichtigt worden. Dadurch werden eine zusätzliche Leitungslänge von etwa 40 Meter und eine geringere Dimensionsvergrößerung der Leitung notwendig.

In Bezug auf die Bauzeit war im Leistungsverzeichnis der früheste Baubeginn auf den 27. Mai und der späteste Baubeginn auf den 5. August bestimmt worden. Die späteste Fertigstellung war auf den 20. Dezember festgelegt worden.

Entsprechend dem Kostenangebot wurden die Kanal- und Straßenbauarbeiten an den Mindestbieter, die Firma Gerhard Kehn, aus Burgebrach, mit einer Auftragssumme in Höhe von rund 729 000 Euro brutto vergeben.

Außerdem wird der Zweckverband zur Wasserversorgung der Seebachgruppe gebeten, das Los "Wasserleitungsbau" ebenfalls an die Firma Gerhard Kehn zu vergeben.

Bauantrag

Ein Bauantrag zur Errichtung einer Dachgaube auf einem bestehenden Wohnhaus wurde zurückgestellt. Für die Gaube bedarf es einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes, die nach Auffassung der Verwaltung auch städtebaulich vertretbar sei. In der Diskussion zum Bauantrag wurde moniert, dass offensichtlich die Stellplatzfrage für das Grundstück nicht geprüft wurde. Nach Auffassung der Verwaltung wird die geringe Geschossflächenveränderung wahrscheinlich zu keiner zusätzlichen Stellplatzverpflichtung führen. Die Entscheidung über den Bauantrag wurde bis zur Klärung zurückgestellt.