Mit gleich mehreren Internetdelikten musste sich die Kronacher Polizei am Freitag befassen. Den Anfang machte eine 19-jährige Kronacherin, die anfangs über ein Internetportal ein Handy erwerben wollte und hierbei zur Überweisung die Kontodaten des Verkäufers aus Nordrhein-Westfalen erfragte. Diese nutzte sie jedoch nicht für die Begleichung des geforderten Betrags, sondern verwendete die Kontodaten, um auf einem anderen Verkaufsportal Einkäufe zu tätigen, die eben über das Konto des ahnungslosen Mannes aus dem Westen Deutschlands abgewickelt wurden.
Ein 35-Jähriger erstattete kurz darauf Anzeige gegen eine bislang unbekannte Person, die vermutlich das Kundenkonto des Manns bei einem Internethändler gehackt hatte und damit Einkäufe auf Kosten des 35-Jährigen tätigte. Da der Betrug jedoch rechtzeitig auffiel, konnten die Transaktionen und der Versand an eine Adresse in Frankfurt am Main rückgängig gemacht werden, weshalb glücklicherweise weder dem Mann noch dem Verkaufsportal ein Schaden entstand.


Ohne Wissen Konto eröffnet

Die Nächste in der Reihe war eine 45-jährige Frau, mit deren Daten ohne ihr Wissen durch eine unbekannte Person ein Konto bei einem Online-Bezahldienst eröffnet wurde. Sie konnte anfangs die Abbuchungen von ihrem Konto rechtzeitig rückgängig machen, jedoch forderte der Bezahldienst nun über ein Inkassobüro den offenen Betrag von ihr. Erst jetzt bemerkte sie den Schwindel, den sie dann zur Anzeige brachte.


Unbekannte Überweisung

Der nächste versuchte Betrug wurde durch die Aufmerksamkeit einer hiesigen Bank vereitelt. Den Angestellten der Bank fiel auf, dass über die Kreditkarte eines 59-Jährigen ein Betrag von fast 500 Euro auf ein Konto in Luxemburg überwiesen werden sollte. Nachdem mit dem Mann Kontakt aufgenommen wurde ob der Richtigkeit der Überweisung, stellte sich heraus, dass er die Überweisung nicht in Auftrag gegeben hatte, sondern eben ein Unbekannter die Daten seiner Kreditkarte missbräuchlich benutzt hatte. pi