In Dänemark gibt es sie schon sehr lange - und seit diesem Jahr wohnt nun auch einer in Hutschdorf. Er heißt Eddi und ist ein waschechter Weihnachtswichtel.

Ja, Sie haben richtig gelesen! Bei uns wohnt seit dem ersten Advent ein kleiner Wichtel, der uns die Adventszeit verzaubert, Briefe schreibt, kleine Überraschungen bereithält und wenn er nicht bei Laune gehalten wird, gerne auch mal Schabernack treibt. Er hat eine eigene Tür in unsere Wand gebaut und erscheint nur nachts, wenn alle schlafen, deshalb wird er nie gesehen.

Jetzt spinnt sie vollkommen, denken Sie sich vielleicht. Nein, keine Angst, ich habe nicht zu viel Glühwein getrunken. Ich finde lediglich diesen nordischen Brauch sehr zauberhaft und liebe es zu sehen, wie der Junior völlig fasziniert von unserem unsichtbaren Gast ist. Und das ist doch das Wichtigste. Die Fantasie des Kindes anzuregen, die Weihnachtszeit für ihn so besonders und geheimnisvoll wie möglich zu gestalten und sich an den strahlenden Kinderaugen zu erfreuen.

Früh genug wird er erfahren, dass es den Weihnachtsmann, das Christkind oder die Weihnachtswichtel gar nicht gibt. Und bis dahin baue ich kleine Türen in die Wand, knabbere abends Kekse an, die der Junior dem Wichtel vor die Tür gelegt hat und hinterlasse klitzekleine Wichtelspuren im Schnee. Dass es Mehl ist, hat der Nachwuchs zum Glück noch nicht herausgefunden.

Ob mit oder ohne Wichtel - ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit! Romy Denk