"Heute zeige ich euch unsere Pfarrkirche, wie ich sie sehe", begrüßte Manfred Welker die Gäste zur Kirchenführung, zu der der Katholische Frauenbund eingeladen hatte. Viele Mitglieder und Interessierte kamen, die St. Magdalena zwar schon kennen, von ihr jedoch weitere Geheimnisse entdecken wollten.

Bevor es in den Chorraum ging, wo Kreisheimatpfleger Welker damals als Ministrant war und jetzt noch während des Gottesdienstes ist, erfuhren die Teilnehmer Bemerkenswertes über das Langhaus. An dem Dachstuhl zum Beispiel wurde seit der Erstellung im Jahre 1341 nichts mehr verändert. Die Hölzer des weiten Holztonnengewölbes, alle in einem Jahr zur bestimmten Mondphase geschlagen, entsprechen einem ganzen Wald. Und die Sternendecke mit über 700 Sternen, bei der Kinder denken, sie sind im Himmel, begeistert jeden, heißt es in einem Bericht des Frauenbunds.

Altar ist eine Maßanfertigung

Die Altäre wurden von Pfarrern getauscht, erneuert und die an der Langhausseite leider auch einfach weggeben. "Glasstifter", deren Namen unterhalb der Bilder zu sehen sind, ermöglichten die schönen Fenster im Langhaus. War hier für manche Teilnehmer der Führung bereits Bekanntes dabei, konnte Welker dem Chorraum Neues entlocken. "Epitaphien" an den Seiten sind die früheren Grabplatten der Gruften und hinterlassen der Nachwelt individuell gestaltete biografische Botschaften der verstorbenen Hauptmänner und Pfarrer. 1699 wurde der barocke Hochaltar extra für seinen Platz im Chorraum bis zur Decke angefertigt. Am Anfang hatte die Kirche nur einen Eingang, die kleine Tür Richtung Pfarrhaus. So konnte der Pfarrer genau sehen, wer wann kommt. red