Der "Missio-Chor" aus Würzburg gibt am Samstag, 1. Juni, um 17 Uhr ein Konzert in der evangelischen Kirche St. Georg in Guttenberg.

Hunger, Armut, Malaria, Aids - oft werden negative Schlagworte mit Afrika verbunden. Der schwarze Kontinent steht aber auch für traumhafte Landschaften, vielfältige Kulturen, liebenswerte Menschen und Musik voller pulsierender Lebenskraft.

Der "Missio -Chor" entstand aus dem Chor der Missionsärztlichen Klinik Würzburg. Er wird von der Internistin, Kirchenmusikerin und Sängerin Renate Geiser geleitet. Die meisten der mehr als 30 Mitglieder sind von außerhalb der Klinik dazugekommen.

Wie die Leiterin waren viele Mitglieder bereits mehrfach in Afrika: dienstlich, privat oder auf gemeinsamen Chorreisen nach Kenia, Tansania und Ghana und haben dort die Musik kennen- und schätzen gelernt.

Das Ensemble singt meist christliche Lieder aus vielen Ländern Afrikas in den verschiedensten Sprachen.

Sprache, Rhythmus, Tanz

Zur Bereicherung des Repertoires tragen immer wieder auch afrikanische Sänger bei, die Melodien aus ihrer Heimat mitbringen und den Chor in die fremden Sprachen, Rhythmen und Tanzschritte einführen.

Für die afrikanische Percussion sorgt das Ensemble "Trommelhaus" aus Würzburg. Mit Spendengeldern und dem Verkauf von CDs und Liederbüchern werden vor allem Gesundheits- und Ausbildungsprojekte in Afrika unterstützt.

Gesang, Percussion und Tanz verschmelzen zu einer Einheit. Man kann spüren, wie tief die zunächst fremde Musik zu faszinieren und zu bewegen vermag. So werden die Lieder für alle Beteiligten immer wieder zu einem bleibenden Erlebnis, machen den Reichtum und die bunte Vielfalt der musikalischen Kultur dieses weiten Kontinents ein Stück weit erfahrbar. Gegenseitige Wertschätzung und Verständnis für kulturelle Unterschiede können wachsen und eine Brücke bauen zwischen Europa und dem dann gar nicht mehr so fernen Afrika. red