10 492 Kinder und Jugendliche sind im Erzbistum Bamberg als Ministranten aktiv. Das ist ein Ergebnis der deutschlandweiten Ministrantenerhebung, die von September bis Oktober 2015 durchgeführt wurde. "Diese hohe Zahl macht deutlich, dass der Ministrantendienst weiterhin ein wichtiger Bestandteil der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit ist", so Tobias Bienert, Referent für Ministrantenpastoral im Erzbistum Bamberg, in einer Pressemitteilung des erzbischöflichen Jugendamtes.
Neben den Gesamtzahlen zeige die Studie auch, dass mehr Mädchen als Jungen den Dienst am Altar tun. So seien 55 Prozent der 10 492 Kinder und Jugendlichen weiblich und 45 Prozent männlich. Eine gleichmäßige Verteilung zeige sich bei den minderjährigen Ministranten in Bezug auf das Alter: Während 4941 von ihnen unter zwölf Jahre alt sind, gibt es 4572 Messdienerinnen und Messdiener im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Älter als 18 Jahre sind dagegen nur 702 Ministrantinnen und Ministranten im Erzbistum.
Messdiener sind vor allem in den Gottesdiensten der Gemeinde aktiv. Sie unterstützen die Zelebranten während der Messfeier und verleihen ihr einen festlichen Rahmen, indem sie bei der Kerzenprozession mitwirken, Brot und Wein zum Altar bringen oder die Kollekte der Gemeinde einsammeln. Ministranten fungieren als offizielle Vertreter der Gemeinde. Darüber hinaus treffen sich viele von ihnen zu Gruppenstunden und Aktionen, machen Ausflüge und Zeltlager.
Wie die Ergebnisse der Erhebung zeigen, beteiligen sich zahlreiche Messdiener auch an der Sternsingeraktion des Kindermissionswerks. So sind mit 6086 Kindern und Jugendlichen in 78 Prozent aller Pfarreien des Erzbistums Ministranten auch als Kaspar, Melchior und Balthasar aktiv. "Es ist schön zu sehen, dass so viele Kinder und Jugendliche die Möglichkeit wahrnehmen, Kirche vor Ort zu leben und mitzugestalten", fasst Bienert zusammen.
Die Ministrantenerhebung wurde 2015 auf Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz in allen deutschen Bistümern durchgeführt. In den bayerischen Bistümern sollen die Zahlen künftig in regelmäßigen Abständen weiterhin erhoben werden, um so Tendenzen und Herausforderungen schnell entdecken zu können. red