Hoher Besuch im "Gesundheitsbahnhof" in Harsdorf: Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml informierte sich gestern über das Konzept die Einrichtung, mit der die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gestärkt werden soll.

"Mein Ziel ist, dass es in Bayern auch künftig eine gute und möglichst wohnortnahe medizinische Versorgung gibt - auch auf dem Land", betonte die Gesundheitsministerin. Dafür brauche man manchmal auch kreative Lösungen vor Ort.

Der "Gesundheitsbahnhof" in Harsdorf sei ein hervorragendes Beispiel dafür. "Hier hat sich die Gemeinde zusammen mit einem Arzt ein Konzept überlegt, und alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen", lobt Melanie Huml.

Wichtiger Standortvorteil

Der "Gesundheitsbahnhof" sichere ein ausreichendes hausärztliches Angebot in der Region. "Das ist ein wichtiger Standortvorteil für eine Gemeinde, auch wegen der guten Erreichbarkeit aus den Nachbarkommunen", so die CSU-Politikerin. "Gerade für kleinere Gemeinden ist die Organisation der ärztlichen Versorgung oft eine große Herausforderung. Unser Kommunalbüro für ärztliche Versorgung bietet hier gerade kleinere Gemeinden eine wichtige Hilfestellung an."

Darüber hinaus habe das Ministerium die Weichen bereits frühzeitig gestellt und schon im Juni 2012 als eines der ersten Bundesländer ein Programm aufgelegt, mit dem die Niederlassung von Haus- und Fachärzten im ländlichen Raum gefördert werde. Huml: "Inzwischen konnten wir 462 Mediziner bei ihrer Praxisgründung unterstützen. Darunter waren bisher 373 Hausärzte."

Praxen 2014 eröffnet

Der "Gesundheitsbahnhof" im ehemaligen Bahnhofsgebäude von Harsdorf besteht aus einer 2014 eröffneten Landarztpraxis und zusätzlich einer Physiotherapiepraxis. Er wurde mit Mitteln der Städtebauförderung, der Oberfrankenstiftung und der Bayerischen Landesstiftung unterstützt. red