Im vergangenen Jahr hatte MdL Thorsten Glauber (FW) die Schwimmbad-Fördervereine, kommunale Vertreter und weitere Interessenten zur Fraktionsveranstaltung "Fränkische Bäderlandschaft erhalten" nach Ebermannstadt eingeladen. Der gestrige Besuch der Bäder in Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg war die Fortsetzung. Glauber ist inzwischen Bayerischer Umweltminister.

Die vielen kleinen Bäder in der Fränkischen Schweiz seien eines der Aushängeschilder und aus vielerlei Hinsicht unabdingbar für die Kommunen und den ländlichen Raum. "Mir war es ein großes Anliegen, dass wir im Koalitionsvertrag eine entsprechende Förderung niederschreiben. Jetzt nimmt der Freistaat pro Jahr 20 Millionen Euro in die Hand", sagte Glauber laut Pressemitteilung. Insgesamt können auf diese Weise in den kommenden Jahren bayernweit 120 Millionen Euro ausgeschüttet werden. "Jedes der drei heute gesehenen Bäder hat eigene Probleme, die behoben werden müssen", meinte Glauber. Die Modernisierungskosten belaufen sich für diese Bäder insgesamt auf sechs bis sieben Millionen Euro. Neben den Kosten für die Modernisierungen macht den Bädern auch das Infektionsschutzgesetz zu schaffen.

Für den Forchheimer FDP-Landtagsabgeordneten Sebastian Körber ist das Ganze "nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein". Der Haken an der Sache laut Pressemitteilung Körbers: "Die Gesamtsumme verteilt sich auf sechs Jahre; jedes Jahr stehen nur 20 Millionen Euro zur Verfügung und darüber hinaus erhält jedes Schwimmbad nur einen Bruchteil der tatsächlichen Sanierungskosten gefördert." red