Der zunehmende Onlinehandel hat auch Auswirkungen auf die kommunale Abfallwirtschaft, denn die steigende Zahl an Verpackungskartons aus Warensen-dungen führt immer wieder dazu, dass die grünen Papiertonnen nicht ausreichen. In solchen Fällen stellen viele Kunden teils erhebliche Mengen an Pa-pier/Pappe/Kartonagen (PPK) am Tag der Leerung neben ihre Papiertonnen, womit jedoch einige Schwierigkeiten verbunden sind, wie das Landratsamt mitteilt.

Der zusätzliche PPK-Abfall verursache für die vom Landkreis beauftragte Entsorgungsfirma einen deutlichen Mehraufwand und vor allem auch arbeitsschutz-rechtliche Probleme, da die Abfälle oft auch vom Boden aufgehoben werden müssen. Darüber hinaus weiche das Material bei Regen auf, verliere damit an Qualität und lasse sich so nur schwer in das Entsorgungsfahrzeug verbringen. Bei böigen Winden kann es zudem vorkommen, dass die Abfälle in der Straße verteilt werden.

Der Fachbereich Abfallwirtschaft am Landratsamt bittet daher, keine zusätzlichen PPK-Abfälle neben den grünen Tonnen bereitzustellen und stattdessen die Wertstoffhöfe im Landkreis zu nutzen. Standorte und Öffnungszeiten der elf Wert-stoffhöfe sind im Abfallkalender abgedruckt oder unter www.landkreis-bamberg.de/abfallwirtschaft ersichtlich. Dort stehen 20 Kubikmeter füllende Presscontainer zur kostenfreien Abgabe auch größerer Mengen an Papier oder Kartonagen bereit, die beispielsweise nach einem Umzug oder durch den Kauf größerer Produkte anfallen.

Vor dem Einwurf zerkleinern

Bei Nutzung der grünen Papiertonnen sollte zudem darauf geachtet werden, dass vor allem Kartonagen vor dem Einwurf entsprechend zerkleinert werden, damit das Volumen der Behälter ausgenutzt werden kann. Bei der Abgabe am Wertstoffhof ist dies nicht erforderlich. Sollte die vom Landkreis zur Verfügung gestellte Papiertonne dauerhaft nicht ausreichen, ist es möglich, einen größeren oder zusätzlichen Behälter bei der Abfallwirtschaft des Landkreises zu bestellen. Dazu kann die E-Mail-Adresse abfallberatung@Lra-ba.bayern.de genutzt werden. Zusätzliche Kosten sind damit in der Regel nicht verbunden, vorausgesetzt das Grundstück ist durch entspre-chende Restabfallbehälter ausreichend an die Abfallentsorgung des Landkreises Bamberg angeschlossen.

Die Sammlung von Papier und Kartonagen ist laut Landratsamt ein wichtiger Bestandteil des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises, weil damit ein wertvoller Rohstoff er-fasst wird, der zur Herstellung von neuem Papier beziehungsweise neuer Kartons dringend benötigt wird. Zudem tragen die damit verbundenen Vermarktungserlöse dazu bei, dass die Abfallentsorgungsgebühren für die Landkreisbürger auch in den nächsten vier Jahren so günstig wie bisher bleiben können.

Bei näheren Fragen stehen die Mitarbeiter des Fachbereichs Abfallwirtschaft unter den Rufnummern 0951/85-706 beziehungsweise 85-708 zur Verfügung. red