Die Volleyballer des SC Memmelsdorf haben am zweiten Spieltag der Regionalliga Südost ihre ersten drei Punkte in einem spannenden 3:1-Match (21:25, 25:19, 25:20, 25:21) beim Mitaufsteiger ASV Dachau II eingefahren. Trainer Michael Werner musste auf Zuspieler Tobias Werner, Mittelblocker Stefan Maier und Diagonalspieler Tim Schmelzer verzichten, der zwar mitgefahren war, aber von der Bank aus unterstützte und als "Joker" bereitstand.

Den ersten cleveren Spielzug machten schon vor der Partie die Oberbayern bei der Wahl der richtigen Seite. Das flach hereinleuchtende Licht sorgte immer wieder für Blindflüge im ersten Satz. Dennoch darf das nicht als Ausrede herhalten für die Memmelsdorfer Annahmebilanz. Hier hatte es Zuspieler Gyula Lakatos, der auch sein Debüt als Kapitän gab, schwer, seine Angreifer richtig einzusetzen. Auch in der Abwehr kam man lange nicht mit den lehrbuchuntypischen, aber effektiven langen Mittelangriffen von Dachau klar, die erstaunlich oft den Angriff über die Mitte wählten. So konnten sich die jungen Bayern beim Stand von 14:13 absetzen und ihren ersten Satzgewinn der Saison mit 25:21 feiern.

Nach kurzer Generalschelte in der Satzpause sah das Spiel der Oberfranken deutlich besser aus. Hannes Breuninger ersetzte Rene Schüler im Mittelblock und Diagonalspieler Gerald Schlegel kam für Julian Sears, der als inoffizieller Abwehrcoach nun das korrigierende Auge für Jungtalent Julian Zachert auf der Liberoposition übernahm. Nach kurzem Anfangsgeplänkel setzten sich die Memmelsdorfer mit Aufschlagserien von Gerald Schlegel (vier Punkte) und Stefan Kolb (fünf) mit Hilfe einer starken kämpferischen Abwehr- und Blockleistung auf 13:8 ab.

Die Emotionen waren nun so, wie sie bei einem guten Spiel zu sein haben - leicht aggressiv, aber dennoch kontrolliert. Nach den nun auf den Punkt kommenden Annahmen übertrumpften sich die Memmelsdorfer bei den folgenden Angriffen mit der stärkeren Schlaghärte gegenseitig. 25:19 hieß das verdiente Resultat.

Satz 3 und 4 folgten in selber Manier, ohne dass die Spieler überkochten. Mittelblocker Rene Schüler ersetzte Jungspund Niklas Werner und zeigte kraftvollen Einsatz. Der Gegner durfte anfangs immer mitspielen, aber dann setzte sich der SC Memmelsdorf stoisch Punkt für Punkt ab, bis er mit relativ komfortablem Vorsprung die Sätze mit 25:20 und 25:21 nach Hause brachte. mw SC Memmelsdorf: Breuninger, Kolb, Lakatos, Nesterov, Schlegel, Schmelzer, Schüler, Sears, N. Werner, Wiechmann, Zachert