Röttenbach — Bei Veranstaltungen ist es Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) schön oft passiert, dass ihn ein Bürger auf eine ausgefallene Straßenlampe oder ein Schlagloch ansprach. Bauhofleiter Heinz Weber wurde ebenfalls wegen solcher Schäden per Telefon kontaktiert. Andere wiederum riefen bei der Verwaltung an, weil in ihrer Straße etwas nicht in Ordnung war. "Eine Vielzahl von Meldungen kommt an ganz diffusen Orten zu uns", fasst Wahl zusammen.
Die neue interaktive Homepage mit ihren Möglichkeiten, gemeindliche Räume zu mieten, Verbesserungsvorschläge zu machen und auch Schäden zu melden, gab den Anstoß, die heutige Technik zielgerichtet für solche Bürgeranliegen zu nutzen.
Der Bauhof bringt an allen Bushaltestellen und Trafostationen im Ort spezielle Schilder dafür an. Sie enthalten einen QR-Code, um den Standort genau festzulegen und per Handy eventuell sogar ein Bild zu senden sowie eine Telefonnummer zur Schadensmeldung.
"Im Frühjahr bringen wir diese Codes auch an den Straßenlampen an", ergänzt Weber.
Bei ihm - genauer: zuerst auf einen AB - laufen alle Meldungen zusammen und er kann so planen, was sofort erledigt werden muss und was in die laufenden Routinen der Arbeiten im Ort eingebracht wird. Bei einer überfahrenen Katze oder einer defekten Leuchte muss anders verfahren werden als bei einem Schlagloch.
"Es notdürftig zu flicken, macht weniger Sinn, als es in einem Arbeitsturnus mit gleichartigen Schäden ordentlich zu schließen", sagt dazu der Bürgermeister. Und, dass er stolz sei, dass die neun Bauhofmitarbeiter auf diesem Weg "Flagge zeigen", dass sie immer für die Bürger da sind. Wahl verspricht sich von dem neuen direkten und einfachen Meldesystem, "dass der Ort immer im Schuss ist".