Aus Sieben mach vorerst Fünf: Nach einer zuvor von den knapp 40 anwesenden Mitgliedern abgesegneten Änderung der Vereinssatzung hat der ESC Haßfurt nun eine verkleinerte Führungsspitze. Neben Martin Reichert (Sportlicher Leiter), Andreas Kurz (Vorstand Erste Mannschaft), Jens Amarell (Vorstand Finanzen) und Holger Endres (Vorstand Sponsoring und Marketing) wurde Frank Terhar als neuer Nachwuchs- und Eiskunstlaufleiter in das gleichberechtigte Team gewählt.
Bei der Jahresversammlung am Freitagabend im "Hawks Inn" am Eisstadion in Haßfurt stellten sich Maria Hess (Eiskunstlaufabteilung) sowie Maik Richter (Wirtschaftsbetrieb), die bislang ebenso im siebenköpfigen Gesamtvorstand vertreten waren, nicht mehr zur Wahl. Beide stehen zukünftig jedoch weiter als sogenannte Abteilungsleiter ohne Führungsverantwortung zur Verfügung. Ganz ausgeschieden ist nur der Zeiler Uwe Marx, der bisherige Vorstand für die Nachwuchsarbeit. Heike Kratschmer (neu) und Gerhard Röß (wie bisher) sind die zwei Kassenprüfer des ESC. Die Änderung der Satzung ermöglicht es, dass die nun drei Bereiche beim Verein (Finanzen/Sponsoring, Erste Mannschaft, Nachwuchs und Eiskunstlauf) mit mindestens einem Vorstand besetzt werden, wobei eine Doppelbesetzung möglich ist. Benötigt werden mindestens drei Vorstände, maximal aber sieben.
"Es gibt zum heutigen Tag keinerlei offene Rechnungen mit dem ESC Haßfurt als Schuldner", teilte zuvor der für die Finanzen zuständige Vorstand Jens Amarell mit und betonte, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse "sauber geordnet" seien. Nach Gegenüberstellung von Gesamteinahmen und -ausgaben stehe ein sattes Plus zu Buche. Im abgelaufenen Berichtszeitraum seien die Einnahmen um 25 Prozent gesteigert worden. "Das liegt zum größten Teil an der Änderung des Spielmodus durch den BEV (Bayerischer Eishockeyverband), weshalb wir fast doppelt so viele Heimspiele hatten wie im Jahr zuvor." Die Ausgaben wurden den Angaben zufolge andererseits konstant gehalten, was am Ende "ein deutliches positives Ergebnis in der betriebswirtschaftlichen Abrechnung ergab", freute sich der Finanzer. Er berichtete weiterhin, dass ein Darlehen der Stadt Haßfurt vorzeitig komplett abgelöst werden konnte, was allerdings in dieser Abrechnung nicht enthalten ist.
"Gerade die von uns angebotenen Schlittschuhlaufkurse und die damit verbundene einjährige Beitragsfreiheit haben den Eltern die Entscheidung leichter gemacht, ihr Kind bei uns im Verein anzumelden", freute sich Maria Hess in ihrem Bericht der Eiskunstlaufabteilung über den "enormen Zulauf" in den vergangenen Monaten.


Nachwuchsmannschaften

Uwe Marx freute sich darüber, dass der ESC in Kooperation mit den Kissinger "Wölfen" insgesamt sechs Nachwuchsmannschaften ins Rennen schicken konnte. "Mit rund acht Mädchen und Buben in jedem Jahrgang waren wir gut, aber noch nicht ausreichend aufgestellt", hofft er für 2018/ 2019 jedoch noch auf personelle Verstärkung. Auch er lobte die Laufkurse als "vollen Erfolg", die den Verein "ein großes Stück weiter" bringen. "Leider", fügte er kritisch an, "gelingt es uns noch nicht, unser Ausbildungskonzept konsequent und nachhaltig weiter voranzutreiben. Da fehlen uns noch ein paar finanzielle Mittel."
Martin Reichert, sportlicher Leiter des Vereins und Trainer der "Hawks", zeigte sich "im großen und ganzen zufrieden mit der vergangenen Saison." Er ging davon aus, dass die Verletzung von Stammtorwart Martin Hildenbrand "letztendlich den Aufstieg gekostet" habe.


"Kein finanzielles Harakiri"

Der 54-Jährige zeigte sich trotzdem davon überzeugt, dass die Entscheidung des Vorstandes, "kein finanzielles Harakiri" zu begehen, die richtige war. "Es war auf der Position zu dem Zeitpunkt niemand auf dem Markt, der uns weitergebracht hätte und bezahlbar war."
Freilich richtet sich der Blick längst nach vorne. Mit insgesamt 27 Spielern wollen die Haßfurter "Hawks" im Herbst in die neue Landesligasaison gehen. "Die vergangenen Jahre haben uns gelehrt, dass wir so viele Spieler brauchen, um die Saison erfolgreich und gut über die Bühne zu bringen", meinte Martin Reichert.
Änderungen im Bereich der "Geldgeber" stellte am Ende Holger Endres vor. rn