Mit dem Volkersberg verbinden viele Klettergarten, Kirche und Klosterschänke, Kunst jedoch kaum. Nun lenkt ein neu erschienener Kunstführer den Blick auf diesen Aspekt. Bekannte Namen tauchen da auf wie etwa Jaques Gassmann und gleichzeitig werden weniger bekannte Künstler ins Licht gerückt.
Von manch beeindruckendem Werk bleiben Name und Biografie im Dunkel. Zwei Frauen finden sich unter den Kunstschaffenden, einige Franziskanerbrüder sowie Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung. Vertreten ist ein Ordensmann aus einer evangelischen Ordensgemeinschaft, genannt "der kreative Mönch", und ein Ehepaar, dem die Bildungseinrichtung das gemeinsam gefertigte Werk eines Mosaikkreuzes verdankt. Zwei Bildtafeln wurden erst vor wenigen Monaten geschaffen, die ältesten - sakralen - Kunstwerke dagegen haben die Zeiten vom Mittelalter bis heute überdauert. Architektur und Kunst werden in den Zusammenhang einer abwechslungsreichen Geschichte des Volkersberg gestellt und mit aussagekräftigen Fotos illustriert.
Pfarrer Michael Krammer, Leiter der Pfarreiengemeinschaft, freut sich über das Erscheinen des Kunstführers und bedankt sich beim Kunstreferat der Diözese Würzburg, insbesondere bei Jürgen Lenssen, für die Unterstützung. Arnold Brust, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der Kuratie Volkers sowie Kirchenpfleger Martin Brust weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die für 2017 geplante Außengestaltung der Wallfahrtskirche noch verzögert.
Autor des Kleinen Kunstführers Volkersberg ist Guido Sauer, der ehemalige Geistliche Begleiter im Haus Volkersberg. Erhältlich ist der Kunstführer in der Wallfahrtskirche. Die im Bildungshaus befindlichen Werke, etwa die in der Hauskapelle im Lernwerk, können nach Anmeldung im Haus Volkersberg besichtigt werden (Tel.: 09741/ 913 200). Führungen in Kirche und Sakristei sind nach einer rechtzeitigen Anmeldung möglich. Vielleicht wird der eine oder die andere mit dem Volkersberg neben Wallfahrt und Bildung demnächst auch das Stichwort Kunst verbinden, die übrigens auch in der neuen Klosterschänke mit Werken von Benedikt Werner Traut und Friedrich Press vertreten ist.
Der Kunstführer kann zum Preis von drei Euro in der Wallfahrtskirche oder der Rezeption des Haus Volkersberg erworben werden. red