Der Ärztemangel in Deutschland, der vor einigen Jahren schleichend begann, wird noch weiter dramatisch ansteigen. Ob Niedergelassene oder Klinikärzte, viele, die in den Ruhestand gehen, finden keinen Nachfolger mehr. Dies ist nach Ansicht des Ärztlichen Kreisverbandes Bamberg zum einen der demografischen Entwicklung geschuldet, zum anderen aber auch der relativ geringen Zahl an Medizinstudienplätzen.


Meist entscheidet die Note

Obwohl das Bundesverfassungsgericht im letzten Jahr die derzeitige Vergabepraxis kritisiert hat, entscheide im Allgemeinen immer noch die Abiturnote darüber, ob man einen begehrten Medizinstudienplatz erhalte oder nicht. Je nach Anzahl der Interessierten liege dann der Zugang zum Studium schon einmal bei einem Abitur-Durchschnitt von 1,0 oder 1,1. Dabei wisse jeder, dass die Abiturnote nichts über die zukünftige Qualifikation eines Arztes aussagt, so die Mitteilung des Verbandes.
Seit über zehn Jahren bietet der Ärztliche Kreisverband Bamberg Gymnasiasten und Abiturienten eine Informationsveranstaltung unter dem Motto "Medizinstudium trotz NC" an. Heuer findet der Info-Abend am Mittwoch, 4. Juli, ab 18 Uhr im Klinikum am Bruderwald, Raum "Residenz", statt.
Unter Leitung des niedergelassenen Allgemeinarztes Dr. Simon Müller aus Bamberg haben sich mehrere Referenten angesagt. Sie berichten über die Möglichkeiten, an Privatuniversitäten, Universitäten im Ausland zu studieren und informieren über die sinnvolle Möglichkeit, die Wartezeit auf ein Studium zur Ausbildung in einem medizinischen Beruf zu nutzen.
Die Informationsveranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Wegen der begrenzten Platzzahl können jedoch ausschließlich Jugendliche und keine Eltern teilnehmen. red