Martin Spörlein von der SG Bamberg hat bei den süddeutschen Meisterschaften im Schwimmen für einen Paukenschlag gesorgt: Mit einem neuen Vereinsrekord düpierte er im Dresdner Finale die Konkurrenz und sprintete zu Gold über 50 Meter Freistil. Sein älterer Bruder Gregor Spörlein verpasste das Podest mehrmals knapp. Anna Barth, Nikita Bergmann und Christopher Weidner qualifizierten sich in Erlangen zudem für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften.
In Dresden wurden die Meister der offenen Klasse und der Junioren ermittelt. Dazu entsandten 118 Vereine 511 Aktive in die sächsische Landeshauptstadt. Für den Glanzpunkt aus Bamberger Sicht sorgte Martin Spörlein (1997) über 50 Meter Freistil: Nach Rang 2 im Vorlauf (23,54 Sekunden) sprintete er im Finale zu Gold (23,42) und gewann mit 0,38 Sekunden Vorsprung das Rennen. Gleichzeitig verbesserte er den vier Jahre alten Vereinsrekord seines Bruders (23,44), den dieser bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2014 in Berlin aufgestellt hatte. Über 100 Meter Freistil belegte Martin Spörlein mit persönlicher Bestzeit (53,95) Rang 17.
Gregor Spörlein (1995) hatte in Dresden ein großes Programm zu absolvieren. Gleich bei seinem ersten Auftritt über 50 Meter Schmetterling überzeugte der 23-Jährige als Vorlaufdritter mit neuem Vereinsrekord (24,92), den er im Finale (25,29) nicht bestätigen konnte - Platz 4. Nach Rang 2 im Vorlauf über 100 Meter Freistil (52,32) wurde Spörlein im Finale erneut Vierter (52,67). In beiden Fällen hätte die Bestätigung der Vorlaufzeiten im Finale zu Silber gereicht. Im Endlauf über 50 Meter Freistil schwamm der Student wieder auf den vierten Platz (23,93). Über 100 Meter Schmetterling belegte er Rang 7. Über 400 Meter Freistil schwamm er in 4:12,92 eine neue persönliche Bestzeit und wurde Achter. Die 200 Meter Freistil (1:56,75) beendete er als Zehnter.
Bastian Schorr (1992) absolvierte sein drittes Wettkampfwochenende in Folge, ein gewisser Kräfteverschleiß machte sich bemerkbar. Dennoch zeigte er mit den Rängen 16 über 50 Meter Schmetterling (26,33) und 400 Meter Freistil (4:18,35) zwei ordentliche Auftritte. Es folgten Platz 18 über 200 Meter Freistil (1:59,24) und Rang 22 über 100 Meter Freistil (54,51).
Bei den 26. süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften mit Mehrkampf in Erlangen gingen sechs Nachwuchstalente der SG Bamberg an den Start. 564 junge Schwimmer absolvierten hier 2288 Starts. Kevin Kertész (2003) sorgte für das beste Einzelergebnis der SGB mit Rang 4 über 100 Meter Rücken (1:05,54). Er überzeugte mit weiteren soliden Leistungen über 100 Meter Freistil (57,43/9.), 200 Meter Freistil (2:07,61/12.) und 400 Meter Freistil (4:27,08/8.). Er hat sich zudem bereits für acht Wettbewerbe bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Berlin qualifiziert.


Für die "Deutschen" qualifiziert

Brustspezialistin Nikita Bergmann (2005) zeigte sich über ihre Paradestrecken erneut in passabler Form: Mit Platz 11 startete sie über 200 Meter Brust (2:55,31) in die "Süddeutschen". Mit neuer persönlicher Bestzeit über 100 Meter Brust (1:20,71) und Rang 9 löste sie das begehrte Ticket zu den "Deutschen". Über 50 Meter Brust (37,71/11.) blieb sie unter ihren Möglichkeiten, wobei sie sich schon im Vorfeld über diese Strecke für Berlin qualifiziert hatte. Sprinterin Leila Jafoui (2004) erzielte Rang 21 über 50 Meter Brust (38,14) und Platz 47 über 50 Freistil (30,40).
Mit den Zwillingsschwestern Julia und Anna Barth (2006) sowie Christopher Weidner (2005) gingen drei jüngere Talente im Mehrkampf an den Start. Weidner trat im Mehrkampf der Disziplin Brust an und punktete vor allem mit persönlichen Bestzeiten über 200 Meter Lagen (2:33,57) und 400 Meter Freistil (4:58,56). Über 50 Meter Brust-Beine (46,98), 100 Meter Brust (1:22,81) und 200 Meter Brust (2:58,17) zeigte er solide Rennen. Mit 2001 Punkten kam er auf Rang 7. Anna Barth nahm ebenfalls den Brust-Mehrkampf in Angriff und schwamm über 200 Meter Lagen eine neue persönliche Bestzeit (2:44,83). Nach den 50 Metern Brust-Beine (51,54), 100 Metern Brust (1:29,21), 200 Metern Brust (3:08,24) und 400 Metern Freistil (5:25,72) belegte sie Platz 12 mit 2159 Punkten. Mit ihren Auftritten über 200 Meter Lagen rangieren Weidner und Anna Barth unter den 60 besten Schwimmern ihres Jahrgangs, was zum Start bei den deutschen Titelkämpfen berechtigt. Julia Barth absolvierte den Mehrkampf in der Disziplin Freistil. Trotz neuer persönlicher Bestzeit über die 200 Meter Lagen (2:50,98 Min) verpasste sie die Qualifikation für die DM. Sie schwamm weitere gute Rennen über 50 Meter Kraul-Beine (43,29), 100 Meter Freistil (1:08,38), 200 Meter Freistil (2:27,57) und 400 Meter Freistil (5:06,81). Das war Rang 8 mit 2228 Punkten. pkl