Markus Wächter vom Post-SV Coburg bestand die Prüfung zum 2. Dan im Judo mit sehr gutem Erfolg.
Das Prüfungsprogramm zum 2. Dan ist sehr umfangreich und technisch anspruchsvoll. Die Prüfung besteht aus einer Kata (Katame-no-kata), dem Stand- und Bodenprogramm sowie einer technisch-taktischen und methodischen Aufgabe (TTM).
In der 1884 entwickelten Katame-no-kata sind in den drei Gruppen Haltegriffe, Hebel und Würgegriffe jeweils fünf verschiedene Techniken in genau festgelegten Abläufen zu demonstrieren. Die Aufgabe von "Uke" (Verteidiger) ist es, sich mit dynamischen und wirklichkeitsnahen Versuchen zu befreien, die Aufgabe von "Tori" (Angreifer) ist es, Uke mit geeigneten Gegenreaktionen unbeweglich zu machen.
Gegenstand der Prüfung sind ferner aus dem Kodokan-Programm die 68 Wurftechniken sowie 60 Haltegriff-, Würge- und Hebeltechniken in verschiedenen Bewegungsvorgaben und Varianten. Hinzu kommen mehrere Komplexaufgaben mit dem Schwerpunkt Kombinationen, Finten und Verkettungen.
Im TTM-Teil sind schließlich technisch und taktische Handlungen zu demonstrieren und Lösungsmöglichkeiten zu erläutern, wenn die eigene Spezial-Wurftechnik verhindert wird - zum Beispiel durch Blocken oder Ausweichen. Dabei ist insbesondere auf trainingsmethodische Aspekte einzugehen, wie die situativen Variationen und Gegenreaktionen erfolgreich erlernt und geübt werden können. Dazu zählen zum Beispiel Tandoku-renshu (Üben ohne Partner) und Uchi-komi (Wurfeingangsübungen mit Partner) jeweils in verschiedenen Ausprägungen.
Mit "über 50" hat Markus Wächter eindrucksvoll bestätigt, dass auch ein "älteres Semester" Judo als Breitensport erfolgreich betreiben kann. ko