Christiane Reuther Tuba, Trompete und Klarinette, aber auch Kontrabass, Harfe, Orgel und Gesang erklangen imposant am Sonntagnachmittag in der barocken Wallfahrtskirche zu Maria Limbach. Fast vergessenes Liedgut zur Verehrung der Muttergottes in Marienkirchen Unterfrankens darzubieten, das hat sich die Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Unterfranken auf die Fahne geschrieben. Am Sonntag fand nun zum 35. Mal das Mariensingen in dem Gotteshaus statt. Unzählige Marienverehrer und Musikfreunde aus nah und fern waren gekommen, um sich musikalisch auf den Lobpreis der Gottesmutter einstimmen zu lassen.

"35 Jahre gibt es das Mariensingen hier in Maria Limbach zu Ehren der Muttergottes", konnte es Organisator Gert Spitzner kaum fassen. Es sei eine schöne Zeit gewesen, wie er bemerkte. Das Vorhaben, fast vergessene Marienlieder fränkischer Prägung aufleben zu lassen, sei der Arbeitsgemeinschaft gelungen. Von Anfang an sei man in dem Gotteshaus gerne aufgenommen worden. Dafür war die Gastfreundschaft, vor allem der geistlichen Herren, Voraussetzung. So war auch Wallfahrtsseelsorger Otmar Pottler zum zehnten Mal der geistige Begleiter, der den Besuchern neben Gebet und Segen auch einige Gedanken zur aktuellen Außenrenovierung des Gotteshauses mit auf den Weg gab.

Freundschaften entstanden

Gert Spitzner erinnerte an die vielen Teilnehmer, die zum Gelingen des Mariensingens in all den Jahren beigetragen haben, von Sängern über Musikanten bis zu Sprechern. Ihnen allen dankte der 86-Jährige. So seien im Laufe der Jahre auch viele Freundschaften entstanden, blickte Spitzner zurück. Besonderen Dank sprach er Emil Firmbach, Günther Huschka sowie Rita und Robert Gießübel aus.

Den Anfang hatte das Mariensingen in der Klosterkirche von Münnerstadt genommen. Es war der "Sängerkranz" Reichenbach, der diese Veranstaltungen ins Leben rief. Der Chor sang auch am Sonntag unter der Leitung von Mirja Betzner einige Marienlieder. Aber auch die "Haßfurter Stubenmusik" mit Judith und Michael Weisel, die "Gochsumer Kärwa-Musikanten" unter der Leitung von Wolfgang Düringer sowie Mario Bieberle an der Seuffert-Orgel trugen zum Gelingen dieser Feierstunde bei.