von unserem Mitarbeiter Rolf Müller

Coburg — Bei der VSG Coburg/Grub gibt es bei der Zusammenstellung des Erstligakaders derzeit noch einige offene Fragen. Die Verantwortlichen sind aber sehr zuversichtlich, erneut ein schlagkräftiges Team zusammenstellen zu können, mit dem Cheftrainer Milan Maric für Furore in der deutschen Eliteklasse sorgen kann.
Bereits im April hatte Nicola Poluga als erster seinen neuen Vertrag bei der VSG unterschrieben. Das Hammelburger Nachwuchstalent Moritz Kalitschek ist mittlerweile mit großem Elan zur VSG gestoßen.
Er wird die Fraktion der "Jungen Wilden" bei der VSG verstärken. Auf der Zuspielerposition hat auch Junioren-Nationalspieler Adam Kocian, der sich zur Zeit mit dem U20-Nationalteam bei mehreren Turnieren aufhält, seinen Vertrag bei der VSG verlängert.

Kellermann hat schon verlängert

Auch auf Routinier Sven Kellermann können die VSG-Volleyballer weiter zählen. Der Zwei-Meter-Mann aus Schmiedefeld hat seinen neuen Vertrag nämlich bereits unterschrieben.
Ein Fragezeichen gibt es noch bei Libero Benny Kucera, der kürzlich Vater von Zwillingen wurde. Allerdings dürften Emil und Paul, so die Namen seiner Kinder, als Spieler noch nicht zur Debatte stehen...

Tritt "Papa" Kucera kürzer?

Ob sich Benny Kucera angesichts der familiären und beruflichen Entwicklung der zu erwartenden großen Belastung stellt, hat er noch nicht entschieden.

Engel geht nach Eltmann

Während Johannes Engel den Verein via Zweitligisten Eltmann verlässt, um maximale Spielpraxis in der Saison zu haben, hat Max Meuter mündlich signalisiert, der VSG auch in der kommenden Saison weitherhin zur Verfügung zu stehen.

Malescha ist heiß umworben

Offen ist noch die Entscheidung von Youngster Daniel Malescha, der sich noch in den USA aufhält. Ein Vertragsangebot der VSG liegt ihm vor, aber auch ein weiterer Erstbundesligist aus Süddeutschland soll ihm ein Angebot unterbreitet haben. Gespräche mit etlichen Spielern stehen aber noch an. Coach Milan Maric denkt mit Volker Pohl über verschiedene Optionen nach. Natürlich sind sie bestrebt, noch den einen oder anderen Kracher zu verpflichten.
Bei Kapitän Hansi Nürnberger wird die Entscheidung, ob er der VSG weiterhin als Spieler zur Verfügung steht, von beruflichen Dingen abhängen. Sollte er als Lehrer eine Anstellung im nächsten Schuljahr in Oberfranken bekommen, wird er sicherlich wieder seine Sieggesänge in der HUK-Arena anstimmen.

Künftig zwölf Erstligisten

Ab der nächsten Serie gehen in der 1. Volleyball-Liga zwölf Mannschaften an den Start um die deutsche Meisterschaft. Mit dem vorjährigen bayrischen Pokalgegner Herrsching und KW Bestensee aus Brandenburg werden sich in Coburg zwei spielstarke Aufsteiger vorstellen.
Die Volleyball-Talente des VC Olympia Berlin, die ungeachtet der Abstiegsregelung Spielrecht in der 1. Liga haben, komplettieren das Feld der Erstligisten.
Mit dem alten und neuen Meister Berlin Volleys und Pokalsieger Friedrichshafen stehen die Favoriten der Saison natürlich bereits wieder fest. Unklar ist dagegen noch, ob es mit den Hachingern weiter geht, denn die "Rand-Münchner" haben zwar eine Lizenz, aber der Etat ist nicht in trocknen Tüchern.
Neben der Punkterunde werden auf die Coburger auch wieder Pokalaufgaben zukommen. Im Vorjahr scheiterten sie im Viertelfinale am alten und neuen Meister BR Volleys aus Berlin.
Bei einem Treffen in Grub stellten der Vorstand der VSG Coburg/Grub und die Geschäftsführung der GmbH, jedenfalls bereits die Weichen für die neue Saison.
In verschiedenen Arbeitsgruppen wurde dabei über Marketing, Sponsoring, PR und die sportliche Organisation des Spielbetriebs beraten, um in der intensiven Saison die Verantwortung der einzelnen Bereiche auf breitere Schultern zu übertragen. Kurzfristige Entscheidungen zu einzelnen Problemen sollen künftig auch in der zweiten Ebene getroffen werden können.
Klar ist auch, dass die Funktionäre die neue Saison unter einem neuen Slogan angehen wollen, wobei trotzdem auf viel Altbewährtes im Marketing gesetzt werden soll.