Schlüsselfeld — Als Margarete Fuhrmann geboren wurde, regierte in Deutschland noch Kaiser Wilhelm der Zweite. Geistig sehr rege konnte die alte Dame jetzt im Kreise ihrer Familie ihren 100. Geburtstag feiern.
Die Wiege der Jubilarin stand einst im schlesischen Schmolz im Kreis Breslau. In ihrer Heimatregion arbeitete die gelernte Krankenschwester als Gemeindeschwester.


Auf Skiern zu den Patienten

Im Winter war sie bei ihrer Tätigkeit als Gemeindeschwester in den Beskiden, einem Gebirgszug ihrer Heimat, viel auf Skiern unterwegs. Dabei lernte sie auch ihren späteren Ehemann Hans, einen Zollbeamten, kennen. 1942 heirateten die jungen Leute. Durch Krieg und Flucht hatte sich das Ehepaar zunächst aus den Augen verloren.
Während der Großteil ihrer Verwandten im Osten Deutschlands strandete, fanden sich Margarete und Hans Fuhrmann nach langer Trennung in Bamberg wieder. Die Stadt gefiel ihnen und beide fanden Arbeit. Als Hans Fuhrmann in Schlüsselfeld mit einer Arbeitsstelle in dem neu eröffneten Heinerle-Werk auch ein Baugrundstück angeboten wurde, griffen sie zu. Der (1996 verstorbene) Familienvater wurde technischer Leiter des ehemaligen Schlüsselfelder Werks.
Erst im Ruhestand fanden die Eheleute Zeit für ihr Hobby Reisen, das sie in viele Länder und Kontinente führte: Unter anderem besuchten sie die Karibik, Amerika, Ägypten, Thailand und Sri Lanka. Auch ihre alte Heimat sah Margarete Fuhrmann noch zweimal wieder.


Seit vier Jahren im Haus Hephata

Bis sie vor vier Jahren ins Aschbacher Haus Hephata zog, versorgte sich die Jubilarin noch selbst. Margarete Fuhrmann hat eine Tochter, einen Enkel und einen Urenkel. Ihr zweiter Enkelsohn ist leider schon verstorben.
Für die Stadt Schlüsselfeld gratulierte Bürgermeister Johannes Krapp. Er überbrachte auch die Glückwünsche des Landrats und des Ministerpräsidenten.