Zum Bericht "Kein Stand der Franzosen auf dem Weihnachtsmarkt" vom 24. November: Die Partnerstadt Le Perreux wird also 2018 nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sein. Damit endet leider eine seit fast 30 Jahren zur Tradition gewordene deutsch-französische Begegnung.

Alain Duhamel, der Vorsitzende des Partnerschaftsverein in Le Perreux und Motor der alljährlichen Aktion, wollte in diesem Jahr zum letzten Mal mit seiner Mannschaft den Stand betreuen. Sein über 40-jähriger Einsatz für die Städtepartnerschaft endet für den Träger der goldenen Ehrenmedaille der Stadt Forchheim enttäuschend. Es ist bedauerlich, dass es für die Verantwortlichen hier vor Ort nur die Alternative gab: die "Freunde aus Le Perreux" beziehen den Keller in der Kaiserpfalz - oder eben gar nichts. Für ihre Präsenz einzig und allein am Samstag und Sonntag des letzten Adventswochenendes hätte sich doch wohl ein Stand auf dem Rathausplatz finden lassen, womit der Eindruck der Gäste, "abgeschoben" zu sein, vermieden worden wäre.

Als alljährliche Besucher des Standes ist es uns unbegreiflich, dass seine Verlegung wegen angeblich zu großen Gedränges, Einschränkung des Losverkaufs und Behinderung des Gherla-Standes angeblich unumstößlich notwendig war.

Die mangelnde Wertschätzung einer hoch geachteten und beliebten Abordnung aus der Partnerstadt empfinden wir als skandalös. Da nimmt ein Team die 800 Kilometer lange Anreise im Winter auf sich, nachdem das Ehepaar Duhamel vorher bereits Zeit und Mühe für den Einkauf von Käse, Wein, Champagner usw. aufgewandt hat, um damit das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt zu bereichern und wie in allen Jahren den Erlös einem guten Zweck in der Stadt zukommen zu lassen, und stößt auf eine solche Haltung. Stefanie und Rainer Hammerich

Gräfenberg