Nachdem Manfred und Helga Maisel am Freitag im Verwandtenkreis ihre diamantene Hochzeit gefeiert hatten, gedachten sie am Samstag mit einem von Pfarrerin Tanja Vincent gehaltenen Dankgottesdienst in der St.-Maria-Kirche in Schney ihrer lang zurückliegenden Vermählung in der Kirche, in der sie vor 60 Jahren getraut worden waren.

Der gebürtige Coburger war ein begeisterter Paddler und fuhr schon mit 14 Jahren an jedem Wochenende mit dem Fahrrad von Coburg zum Bootshaus des Allgemeinen Wassersport-Vereins Coburg an der Schneyer Eisenbahnbrücke, um seinen Sport auszuüben. Zum Essen ging er regelmäßig in die damalige Gastwirtschaft Mevissen, wo er schon im jungen Alter seine spätere Frau Helga, die Tochter des Gastwirts und Metzgers, kennenlernte. Da er auch eifrig den Schwimmunterricht seines Vereins in Coburg besuchte, war er auch ein guter Schwimmer.

Manfred Maisel absolvierte zunächst eine Schlosserlehre, ehe er sich ab 1955 beim Kabelwerk Neustadt der Firma Siemens zum Starkstromelektriker ausbilden ließ. Als erster Wehrpflichtiger von Coburg wurde er 1958 nach Regensburg zur Bundeswehr eingezogen.

1959 führte er seine Helga vor den Traualtar. Nach dem Wehrdienst war er von 1960 bis zu seiner Pensionierung 1998 bei der Bundespost in der Abteilung Fernmeldebau in Coburg tätig.

Manfred Maisel engagierte sich viele Jahre in der Kommunalpolitik. So setzte er sich über einen Zeitraum von 18 Jahren für die Freien Wähler als Ortssprecher für Kösten und Schönsreuth mit ganzer Kraft ein. Auch im Vereinsleben war er sehr aktiv. 17 Jahre führte er als Vorsitzender die Soldatenkameradschaft Kösten und ist Mitglied bei weiteren Köstener Vereinen. Seit 70 Jahren ist er Mitglied in Gewerkschaften, angefangen bei der IG-Metall über die Postgewerkschaft bis zu Verdi.

Helga Maisel war 30 Jahre in der Metzgerei ihrer Eltern beschäftigt. Vereinsmäßig engagierte sie sich als Gründungsmitglied und Zweite Vorsitzende für den im März 1988 in der Gaststätte Hetz von 50 Mitgliedern gegründeten Verein für Gartenbau und Landespflege Kösten, dem auch ihr Mann aktiv angehörte. Ein großes Hobby von ihr war die Hardanger-Stickerei. Bis vor wenigen Monaten traf sich bei ihr in der Wohnung 25 Jahre lang vierzehntägig eine passionierte Frauengruppe zur Pflege dieser Kunst.

Zahlreiche Gratulanten

Unter den vielen Gratulanten befanden sich neben den Töchtern Gabriele Herter und Christine Werner-Wicklein, den drei Enkeln und der Urenkelin auch Bürgermeister Andreas Hügerich, der mit einem Geschenk im Namen der Stadt alles Gute wünschte, Gernot Brand als Vertreter der Freien Wähler, Stadtrat Edi Meixner als Zweiter Vorsitzender des Gesangvereins Kösten, die Vorsitzenden der Feuerwehr, Lothar Lang, und der Soldatenkameradschaft, Thomas Lang, sowie die evangelischen Pfarrer Anne Salzbrenner und Ralph-Peter Zettler. thi