Ein stolzer Vorsitzender zog bei der Jahresversammlung der Naturbühne eine erfolgreiche Bilanz: "Auch wenn ich mich wiederhole: Was ihr hier im Ehrenamt leistet, ist einmalig. Ihr seid die Garanten dafür, dass unsere Bühne ein Niveau erreicht hat, auf das wir mit Recht stolz sein dürfen." 30 700 zufriedene Zuschauer sind nach Überzeugung von Siegfried Küspert ein Zeichen dafür, dass man mit der Auswahl der Stücke wieder richtig lag. Sein Dank galt allen 117 Aktiven, die vor, auf und hinter der Bühne zu diesem Erfolg beigetragen haben.

In der neuen Saison werden 70 Schauspielerinnen und Schauspieler im Einsatz sein. Der Fokus wird dieses Jahr auf jungen Akteuren liegen. Vor allem das Kinderstück wird im Wesentlichen von Kindern dominiert. Siegfried Küspert: "Ich freue mich besonders darüber, dass wir im Nachwuchsbereich so gut aufgestellt sind."

Ausblickend wies der Vorsitzende darauf hin, dass sich die Bühne beim "Autofreien Sonntag" am 5. Mai in Waizendorf mit einer offenen Probe der "Wanderhure" beim Anwesen Dengler beteiligt. Auch bei den "Pfingstdampftagen des DDM" wird die Bühne präsent sein. Besonderen Wert legt der Vorsitzende auf die soziale Ausrichtung des Vereins. "Wir sind Akzeptanzpartner bei der Ehrenamtskarte und bieten deren Inhabern stark ermäßigte Vorstellungen. Wir gewähren den Schulweghelfern des Landkreises und dem VdK-Kreisverband vergünstigte Aufführungen. Außerdem unterstützen wir die Kulmbacher Serviceclubs, die örtlichen Vereine, und das Kulmbacher Gregori-Fest mit Freikarten. Diese sozialen Gesten beinhalten ein Dankeschön an unsere vielen Sponsoren und Unterstützer und dürfen auch einmal genannt werden."

Unverändert bleibt der Vereinsbeitrag mit 36 Euro für passive, und 18 Euro für aktive Mitglieder. Das ist weniger als die jeweils vier Premieren kosten, zu denen die Mitglieder freien Eintritt haben.

Landrat Klaus Peter Söllner war voll des Lobes: "Ihr habt heute wieder eine Erfolgsgeschichte präsentiert. Was ihr in den letzten Jahren künstlerisch auf die Bühne bringt, ist grandios und völlig außergewöhnlich. Eure Leistung und euer Zusammenhalt, euer Einsatz, auch im Bereich der Partnerschaften unseres Landkreises, sind überragend, das findet man sehr selten. Ich bin stolz, euer Protektor zu sein."

Auch Bürgermeister Werner Diersch ist stolz auf die Entwicklung der Bühne und zollte den Mitgliedern große Anerkennung. "Euer Erfolg ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung, mit einer Lokomotive, die alle mitzieht." Einen Wunsch hatte der Bürgermeister noch: "Ich würde gerne einmal den fränkischen, bayerischen Ministerpräsidenten auf der Bühne begrüßen."

Ehrungen

Zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft dokumentierten die Zugehörigkeit der Mitglieder zu ihrem Verein. Besonders hob der Vorsitzende dabei das 40-jährige Jubiläum von Liesel Günther hervor. Sie führte von 1981 bis 2007 die Geschäfte der Naturbühne. "Mit Fug und Recht kann man sagen, dass du in dieser Zeit das Gesicht der Bühne warst." Die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Amateurtheater war der Dank für ihren großen Einsatz.