Eine Gastwirtschaft gibt es im Lonnerstadter Ortsteil Mailach nicht mehr, dafür aber eine rührige Dorfgemeinschaft und einige aktive Vereine. Die Dorfgemeinschaft richtet alljährlich die Kirchweih aus und kommt außerdem einmal im Monat zum "Dorftreff" zusammen. Der Tischtennisclub veranstaltet ein Weißbierfest und die Feuerwehr ihr Grillfest.

Insbesondere für diese Feste wünschen sich die Vereine des 171 Einwohner zählenden Dorfes (Homepage der Gemeinde) einen Erweiterungsbau bei der Schule. Alexander Faust, Zweiter Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, hatte dazu ein Modell entworfen, das er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorstellte: Ein eigenständiger, eingeschossiger Bau mit einer Grundfläche von 9,50 mal 6,75 Metern, der eine Garage sowie zwei Lagerräume enthält, soll es werden. Zudem soll durch eine Rampe ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

"Das ist alles, was wir brauchen", erklärte Faust in der Sitzung, die auch der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Martin Raber und Georg Stirnweiß, Vorsitzender des Tischtennisclubs, mit Interesse verfolgten.

Eine Kostenschätzung liegt nach den Worten von Bürgermeister Stefan Himpel (FW) zwar noch nicht vor, doch traf das Vorhaben bei den Räten auf allgemeine Zustimmung. Denn auch die Vereine wollen sich ihren Möglichkeiten entsprechend am Bau beteiligen. "Wir werden schauen, wie wir das finanzieren", sagte Himpel. Das Grundstück sei Eigentum der Gemeinde. Diese werde auch als Bauherr auftreten und einen Bauplan in Auftrag geben.

Eine Garage für den Mieter

Wie von den beiden Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft zu hören war, wird der eigenständige Neubau nur für die großen Feste gebraucht, für die auch ein Zelt aufgestellt werde. Die früher vorhandene Garage, die der Mieter der Wohnung im Obergeschoss der alten Schule nutzte, wie auch die alte Viehwaage seien im vergangenen Jahr abgerissen worden. Der Neubau soll daher auch eine Garage enthalten, die dann dem Mieter in der Schule zur Verfügung stehen soll. Er habe zugesagt, für die Tage der Feste sein Fahrzeug anderweitig abzustellen. Ein Raum des Neubaus soll ein Holzlager aufnehmen. Der zweite Raum soll als allgemeines Lager und als Ausschankmöglichkeit dienen.