Ihren 90. Geburtstag konnte Lydia Schneider, eine geborene Rippstein, am gestrigen Mittwoch in Sand feiern.

Am Barbaratag 1929 in Zell am Ebersberg geboren, half die Jubilarin damals als Jugendliche in der elterlichen Landwirtschaft mit. Die einzige Abwechslung war zu jener Zeit, Tanzabende zu besuchen.

So lernte die junge Lydia im Jahr 1953 ihren späteren Mann Arnulf Schneider aus Sand kennen. Bei den Melodien der unvergessenen "Mambo"-Band im Saal der Brauerei Göller in Zeil kamen sich beide näher.

Bereits ein Jahr danach wurde geheiratet, und 1960 begann das Ehepaar mit dem Bau eines Hauses in der sogenannten Sankt-Bruno-Siedlung in Sand. Nach viel Eigenleistung konnte das junge Glück 1962 endlich einziehen.

Vier Kinder kamen zur Welt, um die sich Lydia Schneider fürsorglich kümmerte, und gleichzeitig besorgte sie den Haushalt. Ihr Mann arbeitete als Korbmacher und war später Matrose bei einem Schweinfurter Kieswerk, das in Sand die Rohstoffe förderte.

In ihrer Freizeit verwirklichte sich Lydia Schneider bei der Gartenarbeit und strickte gerne Socken für die Verwandtschaft. Plötzlich und unerwartet verstarb Arnulf Schneider im Jahre 1999.

Noch heute lebt die rüstige Seniorin in ihrem Eigenheim und erledigt sogar den Haushalt und das Kochen noch selbst. Abwechslung ist angesagt, wenn die elf Enkel und acht Urenkel zu Besuch kommen. Zum Jubeltag gratulierten auch der stellvertretende Landrat Michael Ziegler, Bürgermeister Bernhard Ruß und Diakon Bernhard Trunk dem Geburtstagskind in Sand.