Seit wenigen Wochen sammeln Frauen freitags in der Mittagspause Müll. So auch in dieser Woche, wie Uschi Schmidt als eine der Organisatorinnen mitteilt. Sie hofft nun auf Mitsammler.

Während es in der Innenstadt hauptsächlich ein Zigarettenkippen-Problem gebe, berichtet Schmidt, finde sich außerhalb eine ganze Bandbreite von Unrat. Angeregt von der Informatikprofessorin Martine Herpers und der Sonderpädagogin Jutta Hug, hoffen Sandra Haagen, Patrizia Siontas und Uschi Schmidt auf Mitstreiter und Mitstreiterinnen.

"Die Stadt und unser Umgang mit der Natur sollten allen am Herzen liegen", sagt die Ortsvorsitzende der Grünen. So ist die Gruppe offen für alle. Bisher sind dort grüne Kandidatinnen für den Stadtrat vertreten. Einen Namen für die Gruppe gibt es laut Uschi Schmidt noch nicht, aber "lunchtimeforfuture" sei immerhin schon mal das Stichwort für instagram.

Da viele ihre Mittagspause dafür opfern, ist das Ende um 13 Uhr gesetzt. Wer sich der Truppe anschließen möchte, ist also am Freitag, 7. Februar, um 12 Uhr bei der Sitzgruppe am Polizeikreisel willkommen. Handschuhe sind sinnvoll, können aber gestellt werden. Papiertüten für den Müll haben die Organisatorinnen dabei. Das wäre die Minimalausstattung, meint Uschi Schmidt, es gehe aber auch professioneller.

Ein Ziel der Aktion sei es auch, die Mitbürgerinnen und Mitbürger zu sensibilisieren, damit weniger Müll auf der Straße weggeschmissen wird, "denn irgendwer muss es aufheben, sonst wären unsere Wege und Straßen ja nicht mehr begehbar." Gesammelt wird bis auf weiteres jeden Freitagmittag, aber nicht bei Sturm und Regen. Dann verschiebt sich der Treffpunkt automatisch um eine Woche. red