Werner Höchstetter Ausdauer verlangt war bei der letzten (Marathon-) Sitzung des Litzendorfer Gemeinderats. Im Mittelpunkt stand die Gretchenfage, wie man es denn mit der Stadtbusanbindung halten soll. Wobei das Streben nach einer attraktiven "Taktung" bei gleichzeitig bezahlbaren Preisen der Quadratur des Kreises zu gleichen scheint. Jedenfalls gab sich Peter Scheuenstuhl, Abteilungsleiter der Stadtwerke Bamberg, zuständig fürs Verkehrswesen, redlich bemüht, gangbare Wege im Dschungel der in Frage kommenden Alternativen aufzuzeigen.

Durchgängiger Halbstundentakt, nur in den Hauptverkehrszeiten oder auch in den Nebenverkehrszeiten? Oder reicht außerhalb der "Rush-hour" eine 60-minütige Stadtbusanbindung? Wie sollen die Ortsteile Lohndorf, Tiefenellern, Schammelsdorf und Melkendorf angebunden werden? Wie sollen die Wochenenden bedient werden? Darüber hinaus gilt es, die Konzessionsneuvergabe der Stadtwerke sowie den Einfluss des VGN zu berücksichtigen.

Möglicherweise kann auch noch die Staatsregierung mit dem angedachten 365-Euro-Ticket bei der Tarifstruktur dazwischenfunken. Auch der endgültige Zuschnitt der Neubaugebiete ist eine Unbekannte für die zukünftige Stadtbusanbindung. Vor allem der "Ringschluss" beim Neubaugebiet Tanzwiesen West ist im wahrsten Sinne des Wortes richtungsweisend für die Zirkulation der Busse.

Sechsstellige Summe?

Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) brachte eine sechsstellige Summe ins Spiel. Dabei betonte er nochmals, dass ein günstiger Tarif wichtiger sei als der Takt.

Ins gleiche Horn blies Gemeinderat Wolfgang Heyder (SPD). Ein angenommener Preis von 3,50 Euro für die einfache Fahrt nach Bamberg sei natürlich "zu teuer". Nichtsdestotrotz reiche es nicht aus, sich "zu bemühen", denn, das wisse man schließlich von der Schule her, "Bemühen heißt Note 4". Er rief dazu auf, zeitnah einen 30-Minuten-Takt zu testen und keinesfalls noch ein oder zwei Jahre zu warten, auch wenn das ins Geld gehe.

Stadtwerkesprecher Scheuenstuhl wurde Weihnachten als "Deadline" für ein beschlussfähiges Konzept der Stadtwerke mitgegeben, was wohl auch dem Wunschcharakter der Erwartungen geschuldet war.

Auf dem Wunschzettel stand, die zwei in Frage kommenden Varianten durchzurechnen: einen durchgängigen Halbstundentakt sowie einen Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten mit einem Stundentakt in den Nebenverkehrszeiten, inklusive zehn Fahrten an Sonn- und Feiertagen sowie an Samstagen.

Auch das "Ellertaler Outback" mit den entlegeneren Ortsteilen soll besser bedient werden.