Mit Jörg Swoboda hatte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Thuisbrunn, eine der Landgemeinden im Dekanat Gräfenberg, einen Liedermacher zum Konzert in der Katharinenkirche, der seit Jahrzehnten in die erste Reihe der bekanntesten christlichen Liedermacher Deutschlands gehört.

Verheiratet mit der Familientherapeutin Inge springt der 1947 in Ost-Berlin geborene Barde aus gängigen Schubladen. Aufhorchen lässt seine Leidenschaft fürs Konkrete in klarer, zeitnaher Sprache: Lieder wie "Augenblicksglück" über großartige Momente im Alltag, "Tattoo-Blues" zu Erziehungsfragen, "An meine Mutter" zur Abtreibungsproblematik, "Der Rosenstrauch" zu Ehekrisen und "Eins plus eins wird drei" zum Gender-Wahn.

Wer Swoboda mit seiner Gitarre hört, versteht: Das hat der Vater von vier erwachsenen Kindern sich nicht angelesen. Wen wundert da seine starke Resonanz in allen Altersgruppen? So oft auch die Heiterkeit des christlichen Glaubens aufblitzt, merkt man: Der Liedermacher nimmt seine Botschaft vom Glauben an Jesus ernst.

Ob es nun gemeinsame Lieder sind, das fingerschnipsende Einvernehmen des Blues oder das Lauschen auf sehr intime Lieder, er hatte seine rund hundert Zuhörer und verlor sie keinen Augenblick seines 90-minütigen Konzertes. 17 Lieder brachte der Texter und Komponist zu Gehör, Songs, die aufhorchen lassen. Durch die anschauliche Sprache hat der Hörer nicht nur Musik im Ohr, sondern auch ein Kino im Kopf. Am Piano begleitet wurde Jörg Swoboda von Andreas Reimann (Berlin) - beiden konnten die begeisterten Zuhörer noch den "Kraftlos-Blues" als Zugabe abringen. red