Steffen Berghammer

Nur drei Tage nach dem Auswärtsspiel beim SC Schwabach (10.) gastiert der FC Lichtenfels (8.) in der Fußball-Landesliga Nordost am Freitag (19 Uhr) im Nachbarderby beim aktuellen Schlusslicht und Bayernligaabsteiger VfL Frohnlach (18.).
Die Lichtenfelser um die beiden Trainer Christian Goller und Alexander Grau könnten mit einem Sieg schon drei Spieltage vor Saisonende ihre Punktausbeute der vergangenen Saison übertreffen. Der gastgebende VfL hat ganz andere Sorgen. Frohnlach benötigt unbedingt einen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.
Ganz ohne Ansporn reisen die Korbstädter dennoch nicht in das nur knapp 20 Kilometer entfernte Frohnlach. Neben dem Prestige eines Derbysieges geht es für den FCL noch um die direkte Qualifikation für den BFV-Verbandspokal in der kommenden Saison. Dafür war auch der 1:1-Punktgewinn beim SC Schwabach am Dienstag Gold wert. Beim direkten Konkurrenten machten die Lichtenfelser dabei einmal mehr einen Rückstand wett. "Wir sind aufgrund eines Staus erst kurz vor Spielbeginn in Schwabach angekommen", verteidigt FCL-Trainer Christian Goller seine Mannschaft, die nach einer Ecke früh in Rückstand geraten war.


Mehr Punkte als in der Vorsaison

Eine Randnotiz ist, dass die Grau-Goller-Mannschaft mit einem Dreier in Frohnlach ihre die letztjährige Punktausbeute von 45 Zählern übertreffen können. Damit wäre auch der Mittelfeldplatz gesichert. "Wir wollten die vergangene Saison bestätigen und das haben wir geschafft", ist Christian Goller stolz. "Wenn man bedenkt, dass die Liga deutlich stärker ist und wir massive personelle Probleme haben und hatten, dann muss man einfach den Hut vor der Mannschaft ziehen."
Für diese Mission stehen die Chancen heute Abend beim VfL Frohnlach auch gar nicht schlecht. Zwar überraschte die Mannschaft von Trainer Oliver Müller am vergangenen Samstag mit einem 1:1 beim Aufstiegsaspiranten ATSV Erlangen (2.), zuvor blieb man aber zu Hause gegen Mitterteich (5.) beim 1:3 und weniger überraschend auch beim Tabellenführer TSV Buch (1:4) punktlos. Daher stehen die Frohnlacher im Nachbarderby nun auch extrem unter Zugzwang.
Nur ein Heimsieg hilft dem VfL im Kampf um die Nichtabtiegsplätze wirklich weiter, denn mit mittlerweile drei Zählern Rückstand auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz 16, den der FSV Bayreuth einnimmt, und schon sieben Punkten auf den direkten Nichtabstiegsplatz 13 (Baiersdorf) droht dem VfL der Durchmarsch nach unten.


Durchmarsch nach unten droht

Nach dem letztjährigen Abstieg aus der Bayernliga ist der Gang in die Bezirksliga nicht mehr weit. Ein Grund dafür liegt in der Abwehr. Bei 73 Gegentoren hat der VfL nach dem FSV Bareuth (74) die schlechteste Quote der Liga. Dem stehen nur 42 eigene Treffer gegenüber. Vorsicht ist dennoch geboten, immerhin zog Lichtenfels bereits im Hinspiel mit 1:3 den Kürzeren. "Wenn Frohnlach alle Mann an Bord hat, dann sind sie richtig gut", warnt Goller. "Das haben wir bereits im Hinspiel gemerkt, als wir verdient verloren haben. Man kennt und schätzt sich. In 32 der 34 Spieltage drücken wir den Frohnlachern die Daumen und daher hoffe ich, dass sie den Klassenerhalt noch packen."
FC Lichtenfels: Schulz, Köster - Graf, Schardt, Wige, Mohr, Mahr, Zollnhofer, Scholz, Dietz, Ljevsic, Pfadenhauer, Oppel, Hellmuth, F. Goller, Mex